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Der Treffpunkt für Briefmarken-Sammler um zu fachsimpeln, zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern |
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döödl
Anmeldungsdatum: 28.08.2006 Beiträge: 9
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Verfasst am: 02.09.2006 12:33 Titel: Wie erkenne ich eine fälschung? |
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Hi
Habe beim durchstöbern von den fdc´s meiner omi einen tollen fund gemacht. Hier ain bild:
Ich hab jetzt aber keine ahnung ob das wirklich eine abart ist oder ob da jemand nur den rand weggeschnitten hat. Wie kann ich das am besten überprüfen? Sol ich das einem professionellen prüfer überlassen oder gibt es da irgendwelche tipps, mit der man selber schnell erkennen kann ob es sich um ein original oder fälschung handelt?
greez andi |
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Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2711 Wohnort: Basel
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Verfasst am: 02.09.2006 12:52 Titel: |
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Ist kein FDC, denn das wäre 06.09.1941, nicht 08.11.1941. Aber es gab eine kleine Auflage ungezähnter aus einem PTT-Geschenkheft.
Ich würde schon vorschlagen, einen vereidigten Prüfer hinzuzuziehen.
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
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klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 02.09.2006 13:03 Titel: Re: Wie erkenne ich eine fälschung? |
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Die Marke gab es tatsächlich geschnitten (nicht "ungezähnt", obwohl es so
im Katalog steht. Es war aber ganz offenbar Absicht, kein Herstellungs-
fehler, daher "geschnitten".)
Mein Zumstein spezial 2000 notiert diese Variante als Nr. 253.1.09 mit
sagenhaften Fr. 10'000,- gestempelt!
> Ich hab jetzt aber keine ahnung ob das wirklich eine abart ist oder ob
> da jemand nur den rand weggeschnitten hat.
Gute Frage - aber warum sollte Jemand das tun? Die Existenz der geschnittenen
Variante war anfänglich kaum bekannt, da sie nur in Viererblocks in einem
in einer Auflage von 900 hergestellten offiziellen Geschenkheft vorkam.
(Gesamtauflage daher auch nur 3'600 Stück.)
> Wie kann ich das am besten überprüfen?
Gezähnte daneben halten und sorgfältig ausmessen. Wenn die geschnittene
sich so auf die gezähnte legen liesse, dass die Zähne überstehen, stimmt
etwas nicht.
Wenn das nicht der Fall ist - Attest besorgen! Kostet zwar Geld, aber das
Stück könnte bei einer Auktion eine ganz nette Summe bringen.
(Seriös versteigern: Corinphila, Feldman, Rapp - sicher nicht eBay!)
Ersttag war übrigens der 6.9., Dein Brief trägt den klaren Stempel 8.11.
Das spricht für mich eher dafür, dass die Marken aus dem erwähnten
Geschenkhaft stammen könnten - aber ich bin kein Experte.
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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döödl
Anmeldungsdatum: 28.08.2006 Beiträge: 9
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Verfasst am: 02.09.2006 13:20 Titel: |
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danke euch
Es ist mir natürlich schon klar das das kein fdc iss aber es war einfach auch dabei . Das mit den gezähnten breifmarke daneben legen iss ne gute idee werde ich gleich mal ausprobieren.
greez andi |
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Coira

Anmeldungsdatum: 03.02.2006 Beiträge: 171 Wohnort: Chur
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Verfasst am: 02.09.2006 13:25 Titel: |
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Hmm bei mir im Zumstein Spezial steht 3300,- Franken für ein Exemplar gestempelt und auf Brief 6750,-. Die 10.000,- würde ein echter FDC bringen. Aber ich schliesse mich meinen Vorrednern an. Lieber zum Prüfen bringen, wobei eine Fälschung verwunderlich wäre, da der Artikel über das besagte Geschenkheft erst 2 Tage nach dem Stempeldatum in der BBZ erschien. _________________ Sammler sind glückliche Menschen
Besuch doch mal die Churer Philatelisten |
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klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 02.09.2006 13:46 Titel: Re: Wie erkenne ich eine fälschung? |
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Nachtrag:
| klassiker hat Folgendes geschrieben: | Die Marke gab es tatsächlich geschnitten (nicht "ungezähnt", obwohl es so
im Katalog steht. Es war aber ganz offenbar Absicht, kein Herstellungs-
fehler, daher "geschnitten".) |
Wie komme ich darauf?
Mir fiel, nachdem ich das so selbstverständlich geschrieben hatte, wieder
ein, dass sich irgendwo in meiner Literatursammlung ein Band befindet,
in dem ich einmal etwas über diese Ausgabe gelesen hatte, und nach
einigem Suchen kann ich jetzt ausführlich zitieren:
"Sonntag, den 7. September fand die 750-Jahr-Feier der Stadt Bern statt.
Bei dieser Gelegenheit wurde den offiziellen Persönlichkeiten und geladenen
Gästen von der Generaldirektion der Schweiz. Post-, Telegraphen-
und Telephonverwaltung zur Erinnerung an den Ausgabetag der Gedenkmarke
ein schönes Heftchen überreicht, das 2 Viererblocks dieser Gedenkmarke,
einen ungestempelten und einen gestempelten mit dem Datum des Ausgabetages,
6. IX. 41, enthält. Die Ueberraschung für uns Philatelisten besteht nun
darin, dass der ungestempelte Viererblock des Heftchen u n g e z ä h n t
ist. Die Ueberraschung ist umso grösser, als in letzter Zeit viel über ungezähnt
zur Ausgabe gekommene Marken debattiert wurde.
Jede Postverwaltung führt strengste Kontrolle bei der Briefmarkenherstellung,
um die Ausgabe fehlerhafter Marken zu vermeiden.
[...]
Der Postverwaltung war das Durchschlüpfen einiger ungezähnter Bogen
verschiedener Wertstufen sichtlich unangenehm, und sie hat deshalb dem
Personal vor noch nicht zu langer Zeit diese Vorschriften erneut in Erinnerung
gerufen. Im Gegensatz zu diesem Verhalten gibt jetzt die Postverwaltung selbst
und absichtlich unfertige Marken geschenkweise ab. Was damit
bezweckt wurde, ist schwer zu sagen. Wären die Empfänger Philatelisten,
könnte man annehmen, die Postverwaltung hätte ihnen eine spezielle
Freude bereiten wollen.
[...]
Von verschiedenen Seiten wurde schon die Frage an uns gerichtet, ob und
wie diese ungezähnte Marke katalogisiert werden wird. Sie ist gleich den
Marken der zahlreichen, bei Weltpost-Kongressen und sonstigen Anlässen
durch die Postverwaltung verteilten Geschenkheftchen frankaturgültig.
Der Einwand, dass ihre Art nicht am Postschalter erhältlich war, ist ohne
Bedeutung. "
Quelle: Berner Briefmarken-Zeitung - Journal Philatélique de Berne.
No.10, Oktober 1941, S. 115-116
Das Thema war aber "heiss", bereits im nächsten Heft erschien wieder ein
Artikel dazu, aus dem ich einen Absatz zitiere, der für unseren hier
betrachteten Brief vielleicht nicht ohne Bedeutung ist:
"Spassvögel haben sich den verspäteten Aprilscherz erlaubt und Gezähnte
unter die Schere genommen, "Beschnittene" fabriziert und zur Frankatur
an Sammlerfreunde verwendet. Andere haben dazu noch versucht, die
Grösse der echten Geschnittenen zu erreichen, indem sie ihre Abgeschnittenen
zwischen den Walzen von Bügelapparaten usw. pressen liessen. Das Papier
hat sich wohl etwas nach der Länge o d e r Breite dehnen lassen, aber die
natürliche Grösse der echten Geschnittenen wurde nicht erreicht.
Aus Scherz wird leicht Ernst und es sind uns auch schon "Beschnittene" zur
Prüfung vorgelegt worden. Die Prüfung ist nicht schwer für jeden, der
geschnittene oder gezähnte Blocks besitzt. Der Abstand zwischen den Marken
beträgt 4 mm. Bei geschnittenen Einzelstücken muss also der Rand oben und unten
o d e r links- und rechtsseitig zusammen 4 mm ausmachen."
Quelle: Berner Briefmarken-Zeitung - Journal Philatélique de Berne.
No.11, November 1941, S. 134-135
Ich hoffe, dass das Alles jetzt ein bisschen hilft ...
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 02.09.2006 14:00 Titel: |
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| Coira hat Folgendes geschrieben: | | ... da der Artikel über das besagte Geschenkheft erst 2 Tage nach dem Stempeldatum in der BBZ erschien. |
Im Novemberheft wurde ja schon von vorgelegten Fälschungen berichtet
(s.o.), es muss sie also bereits kurz nach Erscheinen der Marke gegeben
haben.
Wenn ich mir jetzt, nach dem Lesen dieser BBZ-Artikel, die Abbildung
des Briefes noch einmal ansehe, insbesondere den eher knappen Abstand
von "Courvoisier SA" zum Unterrand der Marken, dem leider kein
entsprechend breiter Oberrand gegenübersteht, komme ich doch arg ins
Grübeln ...
Schauen wir doch mal, was der glückliche Besitzer messtechnisch
ermittelt
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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döödl
Anmeldungsdatum: 28.08.2006 Beiträge: 9
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Verfasst am: 02.09.2006 15:18 Titel: |
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ok: die "normale" gezähnte variante habe ich auf 2.6 cm gemessen, die ungezähnte auf etwa 2.48 cm. In der länge ist der unterschied etwa auch einen millimeter. was mir auch augefallen ist, iss das der Rand der MArke nicht schön grade verläufft sondern manchmal ein bisschen "einbuchtungen" hat. Musste man diese marken damals ausschneiden oder waren die bereits vorgestanzt?
PS: Bei mir im SBK 1999 sthet der viererblock gestämpelt auf 20000,-
greez andi |
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Afredolino

Anmeldungsdatum: 14.07.2005 Beiträge: 1321 Wohnort: 8762 Schwanden
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Verfasst am: 03.09.2006 21:02 Titel: |
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Für mich sieht das wie ein zusammengestellter Viererblock aus.
Wenn ich den rechten Rand genauer betrachte, fällt mir auf, dass die untere Briefmarke etwas weiter vorsteht als die Obere.
Kann aber auch sein, dass mich nur der Scan täuscht. Wie sieht es im Original mit der Lupe aus? Und die ungeraden Schnitte, wie döödl schreibt, lassen auch darauf schliessen, das da was nicht stimmt.
Gruss
Afredolino _________________ Beginn den Tag mit einem lächeln und Du hast ihn schon gewonnen |
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tubist

Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 204 Wohnort: Büetigen
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Verfasst am: 04.09.2006 06:56 Titel: |
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Hallo zusammen
Schaut einmal folgendes Angebot auf Ebay an:
http://cgi.ebay.ch/414-UNGEZAHNT-postfisch_W0QQitemZ140016343373QQihZ004QQcategoryZ25794QQrdZ1QQcmdZViewItem
Die Ränder seitlich und oben sind viel breiter!!
Der Anbieter ist mir bekannt und hat sich auf die Abarten ab 1910 spezialisiert. _________________ Gruss tubist
----------------------------------------------------------
Wenn du von einem Fremden etwas willst,
was für dich von Interesse ist,
so lege stets eine Briefmarke bei... (Abraham Lincoln) |
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döödl
Anmeldungsdatum: 28.08.2006 Beiträge: 9
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Verfasst am: 04.09.2006 13:36 Titel: |
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Jup die ränder sind da wirklich viel breiter
@ Afredolino
Ja es ist ein zusammengestellter viererblock. MAn kann ja auch knapp erkennen, das zwischen den Marken immer ein Teil des Stempels fehlt.. Gerade zwischen der oben recht und oben links (wen der Brief "normal" wäre) ist ein grosser teil des stempels nicht drauf.
Was ich aber auch komisch finde (wie das schon von klassiker gesagt wurde) ist, wiso da jemand was wegschneiden sollte.. Diese Breifmarken sin jetzt bestimmt schon 40 Jahre unangetastet im Estrich meiner omi dahinvegitiert
greez andi |
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Martin

Anmeldungsdatum: 02.04.2009 Beiträge: 457 Wohnort: 8424 3wpr@cH
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Verfasst am: 01.08.2011 08:53 Titel: alte Kamelle gleicher Inhalt |
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um wieder mal ein etwas angestaubtes Thema aufzugreifen:
da hat wieder wer, so finde ich zumindest, die Zähne von den Briefmarke mit der Schere separiert:
http://briefmarken.delcampe.net/page/item/id,76714536,var,Zwitserland-zegel-ongetand-gestempeld-S45,language,G.html
Ich wünsche euch allen einen schönen 1. August - ich bin noch bis 10.oo Uhr im Büro dann wird es auch hier "Sonntag".
Gruess Martin _________________ Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich. |
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