klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 16.10.2005 15:58 Titel: Wenn Einer eine Reise tut ... |
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Hallo zusammen,
eine knappe Woche Urlaub in Graubünden war philatelistisch überraschend erfolgreich:
Bei Briefmarken Schneider in Chur (vormals Müller; mindestens unsere Ostschweizer Mitglieder kennen das Geschäft wahrscheinlich) fand ich ein echtes Schätzchen:
Berner Briefmarken-Zeitung, Jahrgänge 1941 bis 1943 komplett als Buch gebunden, für gerade einmal Fr. 15,-.
Spannende Lektüre abends im Hotelzimmer!
Interessant ist, dass sich eigentlich Alles, was wir heute als Problemfelder in der Philatelie diskutieren - Fälschungen, Abzockerei durch Postverwaltungen, undurchsichtige Abgabepolitik bei einzelnen Ausgaben -, vor 60 Jahren schon genau so darstellte.
Es war natürlich eine politisch extrem unruhige Zeit (um es einmal verhalten zu formulieren), aber selbst damals, mitten im Krieg, schreckten Postverwaltungen nicht davor zurück, aus den bei den zeitgenössischen Philatelisten wohl sehr beliebten Aufdruckausgaben (weil ja ständig irgendwer gerade wieder irgendwas besetzte) mächtig Kapital zu schlagen.
Auch die (damals noch) PTT wurde kritisiert, etwa wegen der eigenartigen Art und Weise, in der die geschnittene Version der Zumstein Nr. 253 (750 Jahre Bern) unter die Leute gebracht wurde.
Andere Diskussionen erscheinen uns im 21. Jahrhundert dagegen eher etwas eigenartig:
Wem fällt heute noch auf, dass bei der Zumstein Nr. 254 (Altstoffverwertung deutsch) am Anfang des Wortes "sammeln" das für diese Schriftart falsche "s" benutzt wurde?
Damals war das ein grosses Thema mit Anfragen bei der Generaldirektion der PTT und einer Fülle von Leserbriefen!
Alte Literatur ist immer wieder eine Fundgrube ...
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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