| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
snowball

Anmeldungsdatum: 09.10.2007 Beiträge: 140 Wohnort: Cham
|
Verfasst am: 28.10.2008 16:28 Titel: Was ist das? |
|
|
Hallo Pros,
Habe hier ein ungewönliche Version der Gedenkausgabe von 1924 gefunden. Konnte diese auch mit dem Spezialkatalog nicht bestimmen. Rückseitig rot/gelber einwandfreier Gummi.
Danke für Feedback oder Hinweise.
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2675 Wohnort: Basel
|
Verfasst am: 28.10.2008 17:00 Titel: |
|
|
Auffällig ist ja, dass nur die dunkleren Rot-Bereiche betroffen sind. Ich tippe mal auf chemische Farbveränderung aufgrund unsachgemässer Lagerung.
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
|
| Nach oben |
|
 |
ubahuga
Anmeldungsdatum: 05.09.2005 Beiträge: 155 Wohnort: 5405 Dättwil AG
|
Verfasst am: 28.10.2008 23:13 Titel: Papierkorb |
|
|
Hi snowball
tut mir leid für dich, aber diese marke ist reif für den ofen. die dunklen partien sind nichts anderes, als das was in vielen foren vor kurzem mit bleisulfidschäden umschrieben und durch diskutiert wurde.
bleisulfidschäden entstehen bei unsachgemässer lagerung in dazu nicht geeigneten lagerutensilien. da ich dem lieben Hamlet, als forenbetreiber, keine fisimatenten aufhalsen möchte, verzichte ich hier auf die nennung von fabrikaten und firmennamen.
anfällig auf bleisulfidschäden sind vor allem marken im stichtiefdruck, angefangen bei den englischen penny-erstlingen bis hin zu den zweifrankenmarken aus der serie historische bilder von 1941 usw.
ein tipp, auch marken brauchen ab und zu mal frische luft.
ubahuga  |
|
| Nach oben |
|
 |
Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2675 Wohnort: Basel
|
Verfasst am: 29.10.2008 07:31 Titel: |
|
|
| Zitat: | | diese marke ist reif für den ofen |
Da wäre ich jetzt nicht so krass. Aus heutiger Sicht mag sie Abfall sein, aber vieles, was wir früher wegwarfen ist heute wertvoll. Wer weiss denn schon, ob nicht in 50 Jahren jemand ein Exponat zum Thema Bleisulfid zusammen stellen will.
| Zitat: | | da ich dem lieben Hamlet, als forenbetreiber, keine fisimatenten aufhalsen möchte, verzichte ich hier auf die nennung von fabrikaten und firmennamen |
Daköööö für die Weitsicht.
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
|
| Nach oben |
|
 |
snowball

Anmeldungsdatum: 09.10.2007 Beiträge: 140 Wohnort: Cham
|
Verfasst am: 29.10.2008 08:49 Titel: |
|
|
Danke Euch. Natürlich nicht was ich wirklich hören wollte, aber dafür habe ich mehr Klarheit, was es ist und woher die Verfärbungen kommen.
Leider kann ich die Lagerung ab 1924 nicht genau nachvollziehen, habe diese aber in einem älterem Album (schätze 40er, 50er Jahre) gefunden.
Mit dem Ofen wäre ich noch vorsichtig, ev. geht das unter Sondermüll
Merci für die Erklärungen
Gruss Snowball |
|
| Nach oben |
|
 |
Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2675 Wohnort: Basel
|
|
| Nach oben |
|
 |
ubahuga
Anmeldungsdatum: 05.09.2005 Beiträge: 155 Wohnort: 5405 Dättwil AG
|
Verfasst am: 29.10.2008 09:36 Titel: Ofen |
|
|
Meine Empfehlung "in den Ofen damit" tönt schon etwas krass. Eigentlich meinte ich einfach nur: Aus den Augen, fort damit. Weil einem der Anblick eben keine Freude bereitet.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Prozess auch bei jetzt korrekter Lagerung sogar durch ein Bakterium auf die philatelistische Nachbarschaft weiter verpflanzt wird, oder ob es auf die angeschlagene Marke beschränkt bleibt.
Letzthin hatte ich auch so ein Erlebnis mit falscher Lagerung. Ein altes Album, total gefüllt mit alten postfrischen Sätzen aus aller Welt. Viele prächtige Marken, resp. Sätze darunter. Nur ...
Der Schlaumeier von einem ehemaligen Besitzer hat diese Sätze allesamt in Cellophanpapier (ehemals Konfitürengläserpapier) verpackt und mit Klebstreifen rückseitig zugeklebt. Bevor er sie verpackte, steckte er die Marken auch noch zur Hälfte hintereinander. Beim Einpacken ging er so knappstenst vor, dass er zum Teil auch noch Zähnungen mit umbog.
Die Klebstreifen, die er benutzte, müssen armeetauglich gewesen sein. Die waren so etwas von zäh. Seitlich aufschneiden ging nicht, weil er eben absolut knapp verpackt hat.
Ich setzte mich dann dahinter um die Marken in die Freiheit zurück zu holen. Dabei ärgerte ich mich über soviel Chnorzitum. Der Aerger wurde dann noch grösser, als ich fest stellen musste, dass die Marken samt und sonders aneinander klebten, und zwar zünftig.
Wunderprächtige Sätze aus aller Welt durch falsche Lagerung vernichtet.
Beinahe unglaubar.
ubahuga  |
|
| Nach oben |
|
 |
Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2675 Wohnort: Basel
|
Verfasst am: 29.10.2008 09:49 Titel: |
|
|
Ja das gibts. Ich hatte mal ein paar Blätter aus einem alten Schaubek-Album. Auf den ersten Blick sah das aus, als wären die Marken mit Falz befestigt. Aber da hatte einer in "weiser" Voraussicht die Marken mit Cementit befestigt. Ihr wisst schon, diese rot-gelbe Klebertube mit Giftklasse 5s.
Das waren halt die Zeiten, als man noch nicht allzuviel über Lagerung wusste. Allerdings muss man bedenken, dass wir mit den modernen Archivierungsmitteln auch noch keine Langzeit-Erfahrung haben und somit nicht wissen, wie das in 100 Jahren aussieht.
Zum Vergleich:
Die in Stein gemeisselte Informations-Speicherung der alten Ägypter hielt 8000 Jahre, bis wir "Modernis" es schliesslich schafften mit selbst verursachtem saurem Regen auch das zu zerstören. Einer modernen DVD gibt man grade mal 5 Jahre Lebensdauer, bis die Information nicht mehr lesbar ist.
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
|
| Nach oben |
|
 |
tornado

Anmeldungsdatum: 03.08.2006 Beiträge: 1199 Wohnort: 5004 Aarau
|
Verfasst am: 29.10.2008 19:21 Titel: |
|
|
uiii, uii, ui, was es da nicht alles gibt
Meine schlimmste Erfahrung war mit einer tollen Lady:
Die Nummer 22Aa, dünnes Papier 5Rp rotbraun, gestempelt, Katalogwert (SBK 2005) 2250.-
Diese Marke war in einem Plastiksäckli eingepackt (mit dem "Datenzettel" zusammen).
Da ich schon mehrfach gelesen habe, dass sich Plastiksäckli für die Aufbewahrung von Briefmarken absolut nicht eignen, wollte ich das gute Stück aus seiner misslichen Lage befreien...
Oh Schreck und oh Graus
Was mir übrigblieb war ein ca. 20-teiliger Bausatz des ach so tollen Mädel.
Die Marke hat sich doch glattweg "verbröösmelet"
tornado _________________ Ich weiss, dass ich nichts weiss, aber das weiss ich...  |
|
| Nach oben |
|
 |
Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2675 Wohnort: Basel
|
Verfasst am: 29.10.2008 22:52 Titel: |
|
|
Dabei wäre dieses Mädel so willkommen gewesen in meinem Harem
Aber es ist eben so, vor 20 oder 50 Jahren wusste man noch nichts von Weichmacher-Wanderung und derartigen Sachen.
Wir können nichts anderes tun, als darauf vertrauen, was uns die Hersteller moderner Archivierungsmittel versprechen.
Aber wieviel Vertrauen bleibt übrig, nachdem wir uns angesehen haben, was die Banker mit den ihnen zu treuhänderischer Verwaltung übergebenen Kohle angestellt haben?
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
|
| Nach oben |
|
 |
Sigi

Anmeldungsdatum: 27.12.2005 Beiträge: 471 Wohnort: Bern
|
Verfasst am: 30.10.2008 19:56 Titel: |
|
|
Oje, das ist wirklich schlimm
Nur zu schade, dass es da keine Garantien gibt, aber die wissen schon warum...leider  _________________ http://philatelie.heimat.eu
Draussen liegt neben dem, was richtig, und dem was falsch ist, ein riesiges Feld.
Dort werden wir uns treffen.
(Mevlana Jalaluddin Rumi) |
|
| Nach oben |
|
 |
Martin52
Anmeldungsdatum: 21.08.2008 Beiträge: 93
|
Verfasst am: 01.11.2008 03:28 Titel: Re: Papierkorb |
|
|
| ubahuga hat Folgendes geschrieben: | ......... verzichte ich hier auf die nennung von fabrikaten und firmennamen.
anfällig auf bleisulfidschäden sind vor allem marken im stichtiefdruck, angefangen bei den englischen penny-erstlingen bis hin zu den zweifrankenmarken aus der serie historische bilder von 1941 usw.
ein tipp, auch marken brauchen ab und zu mal frische luft.
ubahuga  |
Habe diese Marken auf der rechten Seite aus einem Album "700 Jahre Schweiz" des selben oben nicht erwähnten Herstellers.
(links die Originalfarben)
Beim Luzern-Wäppli von 1922 ist die Veränderung markant; linke Hälfte jetzt grün statt blau!
Den "schwarzgelockten" Pestalozzi habe ich schon mehrfach gesehen; jetzt weiss ich, woher das kommt....... |
|
| Nach oben |
|
 |
|