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Der Treffpunkt für Briefmarken-Sammler um zu fachsimpeln, zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern |
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ubahuga
Anmeldungsdatum: 05.09.2005 Beiträge: 155 Wohnort: 5405 Dättwil AG
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Verfasst am: 15.09.2005 19:12 Titel: UPU 1924 Kasten oder Kamm oder was? |
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Da habe ich einen Viererblock der 20 Rappen Ausgabe UPU 1924, die mir Kopfzerbrechen bereitet. Dies vielleicht zu Unrecht.
Hat jemand eine Erklärung dafür.
Zumstein schreibt bei Kastenzähnung 11,5 und bei Kammzähnung 11,73.
Das ist mit einem guten Zähnungsschlüssel m.E. ganz gut zu messen und zu sortieren. Trotzdem schreibt Zumstein, dass Exemplare mit seitlich 23 Zähnen zuverlässig weder Kasten- noch Kammzähnung zugeordnet werden können.
Ich habe nun mal mit Zähnungsschlüssel und Zähnen zählen aussortieren wollen. Dabei bin ich auf eine Unregelmässigkeit gestossen.
Die Marken eines Viererblockes 20 Rappen differieren sich in der Zähnung ganz ordentlich von allen andern Exemplaren.
Pro Seite total zwar auch deren 23 Zähne, diese aber in unterschiedlichen Abständen zu den Vergleichsmarken, siehe Anhang. Auf einer Länge von rund 1,5cm haben sie Zähnung 11,75, d.h. die seitliche Zähnung ist gemischt. Und zwar bei allen vier Marken gleich, überall 1,5cm Zähnung 11.75, Rest 11,5.
Ich habe noch weiter Exemplare verglichen, auch mit 30 Rappen Kammzähnung mit 24 Zähnen, aber keine mehr gefunden, die denjenigen des Viererblockes entsprechen. Dass es Kastenzähnung ist, ist wohl sicher. Aber woher kommt diese Differenz in den Zahnabständen?
Hat jemand gleiche oder ähnliche Exemplare?
Freue mich auf Antworten
ubahuga  |
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klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 18.09.2005 11:36 Titel: Re: UPU 1924 Kasten oder Kamm oder was? |
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| ubahuga hat Folgendes geschrieben: | | Da habe ich einen Viererblock der 20 Rappen Ausgabe UPU 1924, die mir Kopfzerbrechen bereitet. [...] Aber woher kommt diese Differenz in den Zahnabständen? |
Eine mögliche Erklärung finden wir in der Literatur:
"Die Perforierriese haben entweder ein stabiles Format und dienen in diesem Falle zur gleichzeitigen Perforation von 100 Marken dieses Formates (Kastenzähnung), oder sie sind beweglich in dem Sinne, daß sie in der Form eines Kammes angeordnet sind, der die Zähnung von gleichzeitig nur einer Markenreihe gestattet, aber so funktioniert, daß nach jedem Druckgang die zu perforierenden Bogen automatisch um eine Markenreihe vorgeschaltet werden, bis die Zähnung der Bogen durchgehend erfolgt ist (Kammzähnung).
Diese Zähnung ist neueren Datums und bietet nebst dem Vorzug der größeren Nutzung gleichzeitig auch den Vorteil, daß die Zähnung dem Format der Marken wenigstens in einer Richtung angepaßt werden kann, wobei allfällige Differenzen, die durch Dehnungen des Papiers nach dem Druck entstanden sind, ausgeglichen werden können.
[...]
Die Papierdehnungen sind gewöhnlich nach dem Druck erfolgt und zum Teil auf verschieden dicken Farbauftrag zurückzuführen, zum Teil aber auf die Gummierung (Befeuchtung und rasche Trocknung in heißer Luft), zum Teil auch auf Ungleichheiten in der Qualität und Dicke des Papieres.
Zahlreiche Messungen haben ergeben, daß Halbbogen zu 50 Marken in der Länge bis zu 2,5 mm und in der Breite bis zu 1,5 mm differieren, was auf die Einzelmarke je nachdem 1/4 bis nahezu 1/2 Zahn ausmachen kann.
[...]
Die Papierdehnung, die Qualität des Papieres und des Farbauftrages einerseits, die Abnutzung und Nachbohrung der Perforierriese andererseits können also, wie vorstehend auseinandergesetzt, die Zähnung um 1/4 bis 1/2 Zahn verändern. Da alle diese Zähnungsunterschiede nicht gewollte und nicht durch Verwendung eines neuen Rieses bedingt sind, und da es schwer hält, festzustellen, ob die Zähnungsabweichung in der Richtung der nächstfeineren oder nächstgröberen Zähnung zu klassifizieren ist, halten wir an den offiziell anerkannten Zähnungsarten fest und verzeichnen die Abweichungen nicht als besondere Unterarten."
Quelle: Spezial-Katalog und Handbuch über die Briefmarken der Schweizerischen Eidgenossenschaft; III. vollständig neu bearbeitete Auflage, Zumstein & Co., Bern 1924
Vielleicht ist das ja hier die Erklärung?
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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ubahuga
Anmeldungsdatum: 05.09.2005 Beiträge: 155 Wohnort: 5405 Dättwil AG
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Verfasst am: 18.09.2005 13:36 Titel: Interessant! |
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Interessant, danke Chris.
Jetzt ist mir auch klar, warum die beiden Zähnungen bei diesen Marken mit 23 Zähnen nicht zuverlässig zugeordnet werden können. Normalerweise sollte der Unterschied um einen Viertel Zahn m.E. doch gut messbar sein.
Wieder etwas klüger geworden, so kann ich jetzt wieder schlafen in der Nacht ...
Gruss
Mario  |
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