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Der Treffpunkt für Briefmarken-Sammler um zu fachsimpeln, zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern |
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Afredolino

Anmeldungsdatum: 14.07.2005 Beiträge: 938 Wohnort: 8610 Uster
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Verfasst am: 08.02.2010 Titel: Stehende Helvetia, SBK 98A |
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Vor kurzem habe ich mir bei Ricardo.ch wiedermal eine Steckkarte voll mit Stehender Helvetia gesichert, alles die gleichen Typen ( 98A ).
Und schon wieder kann ich hier eine Retouche zeigen
Im Zumstein Spezial notiert unter der Nr. 98A.3.21/II: leichte Retouchen mit der Roulette an verschiedenen Stellen oder im ganzen Oval, z.T. übergreifend in den Speer, den Arm, das Wappen, usw., z.T. auch über das Oval hinaus.
Typische Feldmerkmale dieser Retouche sind der farbige, senkrechte Strich im Wertschild oben re., der breite Mund und ein Doppelstrich durch die rechte Hand.
Gruss
Afredolino _________________ Beginn den Tag mit einem lächeln und Du hast ihn schon gewonnen |
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Afredolino

Anmeldungsdatum: 14.07.2005 Beiträge: 938 Wohnort: 8610 Uster
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Verfasst am: 08.02.2010 Titel: |
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Von der gleichen Steckkarte noch ein schönes Teil
Auf diesem 3er-Streifen findet man auf der Marke ganz links eine weitere Retouche.
Im Spezial zu finden unter der Nr. 98A.3.27.II: stärkere Stichelretouchen an versch. Stellen oder im ganzen Oval, z.T. mit Einfassung des Speeres, z.T. übergreifend in den Speer, den Arm, das Wappen, usw., z.T. auch über das Oval hinaus.
Bei diesen Retouchen ist immer die Rede von einer Retouche mit Roulette und der Stichelretouche. Dazu möchte ich mal den Unterschied bildlich darstellen.
Die Roulette
ist ein stiftartiges Werkzeug, an dessen Ende sich eine kleine zylindrische Walze befindet, mit deren kegelförmigen Spitzen kleine Vertiefungen in die Druckplatte gerollt werden. Das unten abgebildete Teil ist natürlich für solche Arbeiten etwas zu gross.....da gibt's feinere "Walzen" für die Druckplatten von Briefmarken.
Der Stichel
Das Grundwerkzeug des Kupferstechers ist der dreikantig geformte Stahl mit einer nach vorn schräg abgeschliffenen Fläche. Aus dieser Grundform des Stichels haben sich viele Unterarten und Formen entwickelt, die jeweils für bestimmte Absichten die besten Voraussetzungen bieten, z.B. für Holz- und Kupferstich, sowie für Stahl und Edelmetalle.
So gibt es Stichel, die gebogen sind und damit die Spitze und die Schneidfläche (Schildchen) flacher zur Oberfläche der zu bearbeitenden Platte führen. Damit lassen sich dann zartere Striche erzeugen. Bei Fadensticheln sind gleich mehrere Spitzen nebeneinander gelegt. Mit dem Fadenstichel lassen sich mehrer Parallellinien gleichzeitig stechen.
Retouchen mit der Roulette sind oft kaum erkennbar, da sie viel feiner sind als solche, die mit dem Stichel bearbeitet wurden.
Gruss
Afredolino _________________ Beginn den Tag mit einem lächeln und Du hast ihn schon gewonnen |
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Tom

Anmeldungsdatum: 01.07.2008 Beiträge: 632 Wohnort: Bürchen VS
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Verfasst am: 08.02.2010 Titel: |
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Hallo Afredolino,
das sind schöne Stücke, allerhand
Wie viele Stempel hat denn der Dreierstreifen?
Ist das normal, das da so viele sind
Sind diese Retouchen noch häufig zu finden ?
Gruss Tom _________________ Wer kriecht, kann nicht stolpern! |
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prosee

Anmeldungsdatum: 10.07.2009 Beiträge: 202 Wohnort: 8404 Winterthur
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Verfasst am: 08.02.2010 Titel: |
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Ich hätte auch noch hunderte stehende die darauf warten untersucht zu werden. Mein Problem besteht darin, dass ich diese fiesen Retouchen nicht erkenne...  _________________ Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. |
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prosee

Anmeldungsdatum: 10.07.2009 Beiträge: 202 Wohnort: 8404 Winterthur
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Verfasst am: 08.02.2010 Titel: |
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PS: Der dreier Streifen hat 4 Stempel  _________________ Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. |
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Afredolino

Anmeldungsdatum: 14.07.2005 Beiträge: 938 Wohnort: 8610 Uster
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Verfasst am: 08.02.2010 Titel: |
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Hallo Tom
| Tom hat Folgendes geschrieben: | Hallo Afredolino,
...Sind diese Retouchen noch häufig zu finden ?
Gruss Tom |
Ich kann Dir nicht sagen, wieviele Retouchen es auf der Stehenden Helvetia gibt.....es sind unzählige. Das Motiv der Helvetia gab es ganze 26 Jahre lang....da kann man sich leicht vorstellen, wie die Druckplatten da gelitten haben. Mehrmaliges ausbesser'n von abgenützten Platten führte da immerwieder zu unterschiedlichen Retouchen. Dabei entstanden auch ab und zu neue Plattenfehler.
prosee hat folgendes geschrieben: | Zitat: | | Mein Problem besteht darin, dass ich diese fiesen Retouchen nicht erkenne... |
Ging mir am Anfang nicht anders. Das wichtigste ist ganz eindeutig die richtige Literatur !!! Mit dem Zumstein Spezial allein war ich schon bald am Anschlag. Besser ist da das Buch "Stehende Helvetia" von P. Guinand, G. Valko, J. Doorenbos und M. Hertsch. Da wird alles viel besser beschrieben....und vor allem....die Abbildungen sind grösser.
Viele Retouchen erkennt man auch erst, wenn zu diesen ein oder mehrere Feldmerkmale zugewiesen werden können ( z.B. die 98A im ersten Beitrag ). Ebenso wichtig ist es, wenn man genug Vergleichsmaterial zur Verfügung hat.
Und es genügt nicht, wenn man sich jede Marke nur einmal ansieht. Irgendwann sieht man plötzlich eine Abweichung, die einem vorher nie aufgefallen ist. Ich kann nicht sagen, wie oft ich meine Sammlung schon durchgesehen habe.....aber immerwieder finde ich was Man braucht einfach Zeit und die dafür nötige Geduld, dann wirst auch Du die Retouchen bald bestimmen können.
Gruss
Afredolino _________________ Beginn den Tag mit einem lächeln und Du hast ihn schon gewonnen |
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