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Der Treffpunkt für Briefmarken-Sammler um zu fachsimpeln, zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern |
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Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2710 Wohnort: Basel
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Verfasst am: 27.05.2006 11:03 Titel: Simon Wiesenthals Sammlung wird versteigert |
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Das Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden versteigert die Briefmarkensammlung des vor acht Monaten verstorbenen KZ-Überlebenden und berühmten Nazi-Jägers Simon Wiesenthal. Karl Louis vom Auktionshaus Köhler schätzt die Taxwerte des Katalogs auf etwa 350 000 Euro, was in Philatelisten-Kreisen nicht gerade rekordverdächtig ist. In seinen Alben archivierte Wiesenthal seine osteuropäische Heimat Galizien. Lange Zeit politisch zwischen Russland und Österreich-Ungarn aufgeteilt, waren dort russische, österreichische und ungarische Marken im Umlauf.
Die erste Präsentation der Sammlung ist für den 30. Mai geplant, die eigentliche Versteigerung für den 27. Oktober.
Die Versteigerung dieser Sammlung dürfte in den Philatelie-Kreisen viel Beachtung finden.
Quelle: Main-Spitze.de
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
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klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 28.05.2006 10:24 Titel: Re: Simon Wiesenthals Sammlung wird versteigert |
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| Hamlet hat Folgendes geschrieben: | | Karl Louis vom Auktionshaus Köhler schätzt die Taxwerte des Katalogs auf etwa 350 000 Euro, was in Philatelisten-Kreisen nicht gerade rekordverdächtig ist. |
Das ist leider genau das, was Du kürzlich in einem anderen Thread
schon geschrieben hattest: Die Laienpresse interessiert sich immer nur
für's Geld ...
| Zitat: | | In seinen Alben archivierte Wiesenthal seine osteuropäische Heimat Galizien. Lange Zeit politisch zwischen Russland und Österreich-Ungarn aufgeteilt, waren dort russische, österreichische und ungarische Marken im Umlauf. |
Da hat er sich mit einem wirklich komplexen Gebiet beschäftigt - das ist
echte Philatelie, egal, ob die Sammlung 300'000 oder 30 Millionen wert ist.
Da muss man richtig tief einsteigen, die Literatur kennen - Gültigkeit
verschiedener Werte, Postrouten, Portostufen ...
Ich habe den Mann immer schon bewundert, dass er noch die Zeit für
eine solche Sammlung hatte, verdient Respekt!
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2710 Wohnort: Basel
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Verfasst am: 28.05.2006 12:39 Titel: |
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| Zitat: | Das ist leider genau das, was Du kürzlich in einem anderen Thread
schon geschrieben hattest: |
Tja, ich weiss. Aber so stehts nun mal bei Main-Spitze.de
| Zitat: | ...dass er noch die Zeit für
eine solche Sammlung hatte, verdient Respekt! |
Was mich schliesslich dazu veranlasste, diese Auktion hier zu publizieren.
Ich denke mal, dass die Fachpresse dazu noch mehr zu berichten hat.
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
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Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2710 Wohnort: Basel
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Verfasst am: 30.09.2006 09:32 Titel: |
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So, Simon Wiesenthals Sammlung ist versteigert:
| Zitat: | Die Briefmarkensammlung des im vergangenen Jahr verstorbenen Nazi-Jägers Simon Wiesenthal erzielte bei der gestrigen Auktion ein überraschend hohes Ergebnis. Mit rund 792 000 Euro in einzelnen Zuschlägen wurde der vom Auktionshaus Köhler angegebene Schätzwert von rund 240 000 Euro mehr als verdreifacht.
"Ein Wahnsinnsergebnis!", befand der hoch zufriedene Chefphilatelist und Auktionator Jürgen Kahrs. In der zweieinhalbstündigen Auktion fanden nur sechs der 191 Lose keinen Käufer, bei vielen wurden die Preise in schwindelerregende Höhen getrieben. Den Höchstpreis für ein Einzellos erzielte ein im Jahr 1900 aus China nach Wladiwostok gesandter Briefumschlag mit seltenem Notstempel und drei Briefmarken. Das Stück wechselte nach zähem Bieten für 41 000 Euro den Besitzer.
Die Flut von Geboten war überwältigend. So erzielte ein nach Wolsk in Russland geschickter Briefumschlag mit Marke das mehr als 100-fache seines Taxwertes. Die geschätzten 300 Euro trieben die Bieter auf eine Preis von 32 000 Euro. Die Höchstsumme von 72 000 Euro erzielte eine rund 240-teilige Sammlung.
Die größte Nachfrage nach den von Wiesenthal testamentarisch zur Versteigerung angebotenen Marken kam von Bietern aus Ost-Europa. Einen engen Kreis von Menschen mit philatelistischem Sammlerehrgeiz und den nötigen Finanzmitteln gebe es dort, meinte Auktionator Kahrs. Der Großteil des philatelistischen Lebenswerks Wiesenthals spiegelt die Geschichte seiner heute in der Ukraine liegenden Heimat Galizien wider. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der "ganz persönlichen" Kollektion "Wiesenthal", die Marken, Karten und Briefe aus dem gleichnamigen böhmischen Ort zusammenfügt. Als "besondere Verantwortung" hatte Geschäftsführer Dieter Michelson die Aufgabe angesehen, als deutsches Unternehmen die Sammlung zu versteigern. "Dass wir das Vertrauen Simon Wiesenthals gewonnen haben, ist besonders motivierend." Und so kamen auch die Briefmarkenbögen mit "Hitler hinter Gittern" in die Auktion. Die Marken mit Hitlers Profil hinter senkrechten Linien und Österreich-Aufdruck wurde von der Österreichischen Post übergangsweise eingesetzt. |
Quelle: Main-Rheiner.de
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