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Seit wann bestehen Frankiermaschinen ?

 
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muesli



Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 84
Wohnort: Borsbeke, Flandern, Belgien

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 18:54    Titel: Seit wann bestehen Frankiermaschinen ?  

Hallo Zusammen,

Ich habe einen Umschlag gefunden aus 1927 frankiert mit ein Automatenstempel. Daneben steht Werbung für Frankiermaschinen "Universal 5". Sind diese eine der ersten Frankiermaschinen gewesen oder bestehen noch frühere ?
Der Brief ist durch die Firma REMAG in Zürich verschickt worden (Abteilung Frankiermaschinen).

Vielen Dank für alle Hinweise,

Raf.

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Dirk Nagel DE



Anmeldungsdatum: 02.06.2010
Beiträge: 707
Wohnort: DE-66557 Illingen/Saarland

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 20:15    Titel:  

Hallo

also Frankier- oder auch Stempelmaschienen sind eigentlich so alt wie die Briefmarke selbst und wurden eigentlich immer besser je besser die industrielle Fertigung wurde.
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Afredolino



Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 1321
Wohnort: 8762 Schwanden

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 20:23    Titel:  

Also soviel weiss ich....die Frankiermaschinen sind bestimmt nicht so alt wie die ersten Briefmarken Confused Die erste Briefmarke stammt aus dem Jahr 1840....die Penny-Black.

Ich schätze, das es diese Frankiermaschinen ab 1920 gab. Nachlesen kann man z.B. hier:

Pitney Bowes

Gruss
Afredolino
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Beginn den Tag mit einem lächeln und Du hast ihn schon gewonnen
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flox



Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 21:50    Titel:  

Hallo Zusammen,

in der Schweiz wurden die ersten Frankiermaschinen (Freistempel) anfangs Ferbuar 1924 produktiv eingesetzt.

Quelle : Freistempelhandbuch, Band II, Autor H.Dürst, Ausgabe 1998

... An anderer Stelle hat Hr. Dürst auch das Datum Februar 1923 erwähnt. Das ist wohl ein Druckfehler, da sich der Eintrag auf das Jahr 1924 referenziert.


Gruss Flox
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muesli



Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 84
Wohnort: Borsbeke, Flandern, Belgien

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 21:55    Titel:  

Hallo,
Vielen Dank schon für die Antworte.
Der erste Brief der mit Frankiermaschine frankiert worden ist sollte dann in 1920 durch Pitney Bowes verschickt sein.
Dann muss dieser Brief auch einer der ersten in der Schweiz gewesen sein. Vielleicht hat jemand noch ei älterer Exemplar ?
Ich habe diese Remag AG aufgesucht aber ich finde nur eine Remag in Bern (Feinmechanik), gegründet in 1952.
Am Rückseite der Umschlag steht Remag Zürich, Abteilung Frankiermaschinen.
Beste Sammlergrüsse,
Raf.
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flox



Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 22:26    Titel:  

Hallo Zusammen,

beim genaueren Hinschauen ist mir eine "Ungereimtheit" zu dem Freistempelbeleg "Universal 5 - Maschine" aufgefallen.

Im erwähnten Katalog hat Heiner Dürst zu Universal 5 folgendes vermerkt (Zitat) :
Universal 5-Maschinen: Die erste Maschine dieses Typs wurde ab 25.11. 1925 bei deer Zürcher Kantonalbank in Zürich eingesetzt mit den Wertstufen 10, 20, 30, 40, 60 Rp. wobei die letztgenannte später durch 60 Rappen ersetzt wurde. Eine zweite Maschine mit dieser Nummer (ob Universal oder Hasler) ist entgegen verschiedenen Vermutungen im Register der PTT nirgends zu finden. Auch sind bisher ausser den obgenannten Wertstufen keine anderen belegt worden.

Universalmaschinen finden wir vorwiegend bei kleinen und mittleren Firmen, es sei denn dass grössere Betriebe gleich zwei Maschinen mit verschiedenen Wertstufen benutzten, was öfters vorkam, so z.B. Chocolat Tobler Bern und Jean Frei Zürich um nur zwei zu nennen.

Insgesammt wurden in der zeit 1925/1946 insgesammt 259 Maschinen registriert, Nummeriert 107, 801/1000, und 2001/45 und 2049/61." ... Ende Zitat



Eigentlich alles Klar ?
Nein Der Beleg hat die Maschinennummerdie 506. Also keine Universal-5 ?

Komisch da macht jemand Werbung für die Universal aus einer anderen Maschine !?

Handelt es sich hier eventuell um einen Demonstrationsmaschiene ? Darum auch die Reklameflagge. !

Vieleicht weiss ein Freistempelexperte mehr. Hr. Dürst ist leider verstorben.

Gruss flox


Zuletzt bearbeitet von flox am 30.11.2011 22:40, insgesamt einmal bearbeitet
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flox



Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 22:37    Titel:  

Hallo Muesli,

Dein Beitrag hat sich mit meinem Geschreibsel gekreutzt.

Du bestätigst praktisch, dass es sich hier um eine Fabrik- oder Demomaschine handelt.


gruss flox
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muesli



Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 84
Wohnort: Borsbeke, Flandern, Belgien

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 23:17    Titel:  

Hallo flox,
Vielen Dank für die Sucharbeit!
Dieser Brief muss dann mit eine Demo-Maschine vom Hersteller der Frankiermaschinen selbst frankiert sein. Und die Nummer 506 ist dann die Nummer dieser Demo-Maschine.
Ich habe den Adressenstempel der Firma Remag hierbei gefügt. Leider kann ich dazu nichts finden aufs Internet. Diese Firma besteht wahrscheinlich nicht mehr.
Beste Sammlergrüsse,
Raf.

Forum Basler Taube
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muesli



Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 84
Wohnort: Borsbeke, Flandern, Belgien

BeitragVerfasst am: 30.11.2011 23:33    Titel:  

Hallo Zusammen,

Ich habe mich nochmal gut die Nummer angeschaut : die Nummer der Maschine ist 806 statt 506. Damit passt diese Maschine in die Serie 801/1000.

Viele Grüsse,

Raf.
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stempeler



Anmeldungsdatum: 14.08.2007
Beiträge: 315

BeitragVerfasst am: 01.12.2011 08:21    Titel:  

Hallo allerseits

Mit der Zulassung von Frankiermaschinen durch Beschluss des Weltpostkongresses von 1920 in Madrid konnte den Kunden eine neue Frankierungsmöglichkeit angeboten werden; in der Schweiz wurde sie in der Ausgabe Nr. 50 des Post- und Telegraphen-Amtsblattes vom 28. November 1923 angekündigt:

132. Frankierstempel-Maschinen.

1) Gestützt auf die Bestimmungen von Art. 82, Ziffer 3, der P.O. dürfen von anfangs Dezember 1923 an nach vorher eingeholter Bewilligung der Oberpostdirektion amtlich genehmigte Frankierstempel-Maschinen verwendet werden. Die Postverwaltung selbst beteiligt sich nicht am Vertrieb dieser Maschinen. Über ihre Anschaffung und Benützung gelten die nachstehenden Vorschriften.
Verwendung der Maschinen.
2) Die Frankierstempel-Maschinen dienen zur Barfrankierung von Postsendungen im In- und Auslandsverkehr. Ihre Verwendung steht unter der unmittelbaren Kontrolle der Postverwaltung.
...................
7) Die Aufdrucke der Frankierstempel-Maschinen tragen die Bezeichnung «Helvetia», den Taxwert in arabischen Zahlen, die Nummer der Maschine, die für jeden Inhaber wechselt, und links und rechts neben der Taxziffer den Vermerk «P.P.».


Diese Vorschriften wurden postintern unter in der Ausgabe Nr. 53 der Dienstlichen Mitteilungen vom 30. November 1923 weiter ergänzt:

131. Frankierstempel-Maschinen.

In Ergänzung der Vorschriften über die Anschaffung und Benützung von Frankierstempel-Maschinen (P.T.A. Nr. 132) werden folgende Weisungen erlassen:
...................
6) Der Frankierstempel-Aufdruck ist nicht zu überstempeln, sondern es ist der Datum-stempel unmittelbar links neben dem Aufdruck des Frankierstempels anzubringen. Ausnahmen hievon sind nur zulässig bei Verwendung von elektrischen Stempelmaschinen, wo die Ueberstempelung der Aufdrucke zuweilen unvermeidlich ist.


In der oben erwähnten dienstlichen Mitteilung findet sich auch folgende Abbildung:

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Frankierstempel-Aufdrucke wurden also anfänglich als 'P.P.'-Frankaturvermerk und nicht als Wertstempel (wie Briefmarken) betrachtet; entsprechend waren sie auch nicht zu "entwerten". Das 'P.P.' hat übrigens bis zum Rückzug aller Frankiermaschinen Ende 2007 überlebt, auch wenn der Aufdruck später als Wertstempel betrachtet und dementsprechend auch gestempelt wurde.

Nach der Publikation Ende 1923 mussten die Hersteller zuerst die Bewilligung der Oberpostdirektion für den Vertrieb ihrer Maschinen einholen, was im Verlauf des Jahres 1924 geschehen sein dürfte. Und dann mussten sie noch die Kundschaft von dieser "Neuerung" überzeugen, so dass der erste Einsatz einer Frankiermaschine Ende 1924 / Anfang 1925 realistisch sein dürfte.

Stempeler

Stempeler
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muesli



Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 84
Wohnort: Borsbeke, Flandern, Belgien

BeitragVerfasst am: 01.12.2011 12:26    Titel:  

Hallo Stempeler,

Vielen Dank für Ihres Antwort. Sehr interessant zum wissen, auch für die Geschichte von ausländischen Frankierstempeln.

Beste Sammlergrüsse,

Raf.
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