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Rollenmarke 1970 - 20C
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Tatarataa



Anmeldungsdatum: 30.04.2009
Beiträge: 59
Wohnort: Im falschen Film

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 13:15    Titel: Rollenmarke 1970 - 20C  

Hallo Sammler der "kariesfreien" Zähne

ich habe letztens Frankaturware bei einer Internetauktion gekauft. Weil ich noch einige Briefe per Post abgebe und zum anderen immer wieder noch Stücke in meine unvollständige Sammlung aufnehmen kann. Jetzt habe ich folgende Rollenmarke gefunden:

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Nach meiner Recherche handelt es sich hier um 484RI.02 (kopfstehend und vierstelliges Kontrollzeichen in Farbe).

Meine Frage an euch, wieso sind bei diesem Viererblock nicht alle Marken mit einem Kontrollzeichen bedruckt? Wieso bedruckt man Rollenmarken überhaupt mit Kontrollzeichen? Ich habe mir immer vorgestellt, dass Rollenmarken in einer Rolle in einem Einerstreifen vorliegt um so besser getrennt zu werden, falls jemand nur eine Marke möchte...
Naja jetzt weiss ich wenigstens, dass ich nix von Rollenmarken verstehe. Ich hoffe, dass mich jemand in diesem Thema aufklären kann.

Grüsse
Tatarataa
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hesselbach



Anmeldungsdatum: 28.07.2007
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 14:55    Titel: Re: Rollenmarke 1970 - 20C  

Tatarataa hat Folgendes geschrieben:


Meine Frage an euch, wieso sind bei diesem Viererblock nicht alle Marken mit einem Kontrollzeichen bedruckt? Wieso bedruckt man Rollenmarken überhaupt mit Kontrollzeichen? Ich habe mir immer vorgestellt, dass Rollenmarken in einer Rolle in einem Einerstreifen vorliegt um so besser getrennt zu werden, falls jemand nur eine Marke möchte...
Tatarataa


Die Nummer dient zur Kassenabrechnung. Beim Tagesabschluss zog der Beamte einfach ein paar Marken heraus und konnte so den Bestand ermitteln und dann seine Tageseinnahmen verproben.

Die ersten Rollenmarken wurden aus Bogen streifen zusammengeklebt.

Hier dürfte wohl ein anderer Grund vorgelegen haben: Die bessere Zähnung (warum dann allerdings die Nummerierung ist mir ein Rätsel)? Ich bin allerdings kein Fachmann für Rollenmarken.

Gruß

Thomas
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Afredolino



Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 1447
Wohnort: 8762 Schwanden

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 16:37    Titel:  

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach:

Die Rollenmarken wurden in Bogen gedruckt und danach für die Automaten in Streifen zertrennt und danach zu Rollen verarbeitet. Das ist der übliche Arbeitsgang zur Herstellung von Rollenmarken.

Gruss
Afredolino
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Tatarataa



Anmeldungsdatum: 30.04.2009
Beiträge: 59
Wohnort: Im falschen Film

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 16:45    Titel:  

ok danke Ihr beiden.
Aber es ist doch noch immer sonderbar dass nur zwei vom Viererblock mit Kontrollnummern bedruckt sind ...

Gemäss Afredolino dürfte es keinen Viererblock von Rollenmarken geben, oder habe ich das jetzt falsch verstanden Question

Grüsse
Tatarataa


Zuletzt bearbeitet von Tatarataa am 06.06.2009 14:07, insgesamt einmal bearbeitet
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 3005
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 16:50    Titel:  

Die Rollenmarken von 1970 wurden auf Endlosbahnen gedruckt. Zuerst wurden sie mit der SSR I (SSR = Stahlstichtiefdruck-Rotationsmaschine) gedruckt mit 24 Reihen zu 10 Marken, ab 1982 mit der SSR III mit 28 Reihen zu 10 Marken. Soweit ich das in Erinnerung habe, erhielt jede 5. Reihe den rückseitigen Aufdruck.

Aus diesen Endlosbahnen wurden nicht nur die Rollen hergestellt, sondern auch zeitweise (14.09.1970 - 31.12.1970) Bogen zu 50 Marken herausgetrennt, die dann halt eben auch eine rückseitige Nummer haben. Dein Viererblock müsste also von da kommen.

Kopfstehend war die Kontrollnummer nur bis 1982 und vierstellige Nummern kamen sowohl bei den 1000er als auch den 2000er Rollen vor, 3-stellige nummern nur bei 1000er Rollen.
Vorsicht, die Farbe der 484 ist leicht wasserlöslich.

So gelesen im Zumstein Spez. 2000

Hamlet
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 3005
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 17:01    Titel:  

@Afredolino:
Zitat:
Die Rollenmarken wurden in Bogen gedruckt und danach für die Automaten in Streifen zertrennt und danach zu Rollen verarbeitet.

Das trifft auf die Rollenmarken z.B. mit den Standesläufern zu, aber nicht für diese Rollenmarke. Sonst wären ja aus dieser Serie auch Marken mit Klebestellen bekannt, wie sie es eben bei den Standesläufern gibt.

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Tatarataa



Anmeldungsdatum: 30.04.2009
Beiträge: 59
Wohnort: Im falschen Film

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 17:21    Titel:  

Hamlet hat Folgendes geschrieben:
....Aus diesen Endlosbahnen wurden nicht nur die Rollen hergestellt, sondern auch zeitweise (14.09.1970 - 31.12.1970) Bogen zu 50 Marken herausgetrennt, die dann halt eben auch eine rückseitige Nummer haben. Dein Viererblock müsste also von da kommen....


Danke für die Erklärung.
Dann gibt es sicherlich nicht viele erhaltene Stücke (Viererblöcke) dieser Marken bei der nur eine Reihe ein KN aufweisen, wenn es nur über einen Zeitraum von 3,5 Monaten herausgetrennt wurden.

Habe aus diesem erstandenem Bündel noch eine postfrische Abart gefunden:

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"Kürzerer Ast" 389.2.01 gemäss Zumstein 2009

Ich finde es toll, dass im Zumstein noch einige Abarten zu finden sind, ansonsten hätte ich dies nie erfahren und nächstens einfach auf einen Brief geklebt Laughing

Grüsse
Tatarataa


Zuletzt bearbeitet von Tatarataa am 06.06.2009 14:08, insgesamt einmal bearbeitet
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Afredolino



Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 1447
Wohnort: 8762 Schwanden

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 18:02    Titel:  

Hamlet hat Folgendes geschrieben:
@Afredolino:
Sonst wären ja aus dieser Serie auch Marken mit Klebestellen bekannt, wie sie es eben bei den Standesläufern gibt.

Hamlet


Und wer erklärt mir nun, wieso auf genau dieser Marke ein Klebestreifen vorkommen kann, wenn das nicht sein dürfte??


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Gruss
Afredolino
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 3005
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 18:10    Titel:  

Das ist doch mal eine gute Frage, da staune ich Bauklötze. Shocked

Im Zumstein Spezialkatalog ist nicht mit einer Silbe das Vorkommen von Klebestellen bei der Automatenmarke von 1970 erwähnt.
Was ich mir vorstellen könnte, dass es sich um eine Flickstelle handelt. Ist aber nur eine Vermutung.

Hamlet
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Sigi



Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 487
Wohnort: Bern

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 19:47    Titel:  

Also auf dem Scan der Rückseite ist ja wohl unten das Ende der Rolle umgefalzt oder seh ich das jetzt komplett falsch?
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http://philatelie.heimat.eu

Draussen liegt neben dem, was richtig, und dem was falsch ist, ein riesiges Feld.
Dort werden wir uns treffen.

(Mevlana Jalaluddin Rumi)
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Afredolino



Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 1447
Wohnort: 8762 Schwanden

BeitragVerfasst am: 27.05.2009 23:05    Titel:  

Hallo Sigi

Unter der Lupe betrachtet, sieht es nicht wie umgeknickt aus. Am unteren Rand sieht es eher wie "abgerissen" aus. Da das Papier auf 2 Marken überging, waren die Marke natürlich auch schwerer zu trennen. Ich kann das am Scann nicht besser darstellen. Zudem ist das aufgeklebte Papier auch voll gummiert, wie die Rollenmarke.

Gruss
Afredolino
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stempeler



Anmeldungsdatum: 14.08.2007
Beiträge: 419

BeitragVerfasst am: 28.05.2009 07:31    Titel:  

Auch diese Erklärung ist denkbar einfach: um 1000er- und 2000er-Rollen herzustellen, mussten die Endlosbahnen einmal getrennt werden. Da die erste Marke nicht auf den Rollenkern geklebt, sondern auch verkauft werden sollte, musste ein Streifen "leerer", d.h. unbedruckter Markenfelder an das Ende der Rolle geklebt werden. Deshalb hat jede Rolle am Ende eine solche Klebestelle!

Stempeler
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 3005
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 28.05.2009 07:43    Titel:  

Das klingt auch nach einer plausiblen Erklärung.
Ist das wieder spannend hier! Laughing

Hamlet
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Afredolino



Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 1447
Wohnort: 8762 Schwanden

BeitragVerfasst am: 28.05.2009 16:04    Titel:  

Hallo stempeler

stempeler hat Folgendes geschrieben:
Auch diese Erklärung ist denkbar einfach: um 1000er- und 2000er-Rollen herzustellen, mussten die Endlosbahnen einmal getrennt werden. Da die erste Marke nicht auf den Rollenkern geklebt, sondern auch verkauft werden sollte, musste ein Streifen "leerer", d.h. unbedruckter Markenfelder an das Ende der Rolle geklebt werden. Deshalb hat jede Rolle am Ende eine solche Klebestelle!

Stempeler


Wäre eine Möglichkeit. Was mich aber an dieser These etwas irritiert, das ist die Rückseitige Nummer. Kann am Ende einer 1000er-Rolle eine Marke mit der Nr. 0003 vorkommen? Wenn auf jeder 5. Marke eine Nummer ist, dann müsste nach meiner Meinung am Ende keine Nummer vorkommen, oder zumindest nicht die 0003. Oder liege ich da jetzt völlig falsch??

Gruss
Afredolino
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 3005
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 28.05.2009 16:40    Titel:  

Ist das wirklich eine 0003 oder ist das eine kopfstehende (gegenständige) 2000?
Weil dann wäre es die letzte Marke einer 2000er Rolle vor 1982.
Und eine 3 wäre auch unwahrscheinlich, wenn doch in 5er Schritten gezählt wird.

Hamlet
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