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Der Treffpunkt für Briefmarken-Sammler um zu fachsimpeln, zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern |
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klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 09.10.2005 08:48 Titel: Marken als Geldanlage? Eher nicht ... |
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Hamlets Info ( http://www.baslertaube-forum.ch/ftopic128.html ) über die Versteigerung der Bayern 20 Mark mit Aufdruck "Sarre" für 47'000 Euro brachte mich ins Grübeln:
1976, bei der Briefmarkenmesse in Essen (damals war es die erste, nächstes Jahr feiert man 30 Jahre - die Zeit vergeht ...), hatte ein Auktionshaus - ich glaube, es war Köhler in Wiesbaden - die Versteigerung eines solchen Stücks gross angekündigt, und in meinen Alben lag lange ein Faksimile dieser Marke, das damals als kleiner Anreiz verteilt wurde.
Sie brachte die damals phänomenale Summe von DM 60'000,-, also rund 30'000,- Euro in heutiger Währung.
Ich weiss nicht, ob das jetzt für 47'000,- Euro versteigerte Stück dasselbe war, aber nehmen wir einmal an, es war so.
Von dem Zuschlagpreis zahlt der Verkäufer ja noch einen nicht unerheblichen Anteil an das Auktionshaus, nehmen wir an, es war eines der günstigeren, dann wären das so ca. 12 Prozent (manche nehmen wesentlich mehr!).
Er hätte also für die Marke netto rund 41'400 Euro bekommen.
Hätte man 1976 30'000 Euro angelegt und eine mittlere Verzinsung von 4% erzielt - den Börsencrash von 1988 lassen wir jetzt mal genauso raus wie den überhitzten "Neuen Markt" der Neunziger -, wären daraus bis heute 93'560 Euro geworden!
Marken als Kapitalanlage?
Lasst Euch das bloss nicht einreden!
Sehr realistisch und sehr ehrlich sieht das der Altschweiz-Spezialist Honegger in Schmerikon ( www.ghonegger.ch ):
In den "Gedanken zur Marktlage 2004" auf seiner Website schreibt er:
| Zitat: | | Viele Anleger überlegen sich, ob bei den heutigen, fast lächerlich geringen Renditen nicht ein Teil des Geldes in alternative Anlagen (wie z.B. klassische Briefmarken) gesteckt werden soll, die wenigstens als Sammelobjekt eine echte Sammlerfreude und damit einen gesunden Besitzerstolz vermitteln können. |
Das ist der Punkt: Spass soll man haben; wer Briefmarken kauft, um damit reich zu werden, ist selbst schuld ...
Einen schönen Sonntag wünscht
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2678 Wohnort: Basel
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ubahuga
Anmeldungsdatum: 05.09.2005 Beiträge: 155 Wohnort: 5405 Dättwil AG
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Verfasst am: 14.10.2005 17:01 Titel: Freude herrscht ... |
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Ich meine eben auch, die Freude daran macht einem reich. An einem fetten Bankkonto kann man sich zwar auch freuen, diese Freude ist aber im Gegensatz zur wahrlich wahrhaftigen Sammlerfreude ziemlich eingleisig, um nicht zu sagen beschränkt.
Trotzdem, es konnte in der neueren Zeit auch Wertsteigerungen geben bei den Briefmarken. Ich denke da jetzt nicht an Schauspielerinnen auf Marken oder an die nicht verausgabte Olympiademarke in Deutschland, sondern zum Beispiel an King George VI-Marken Brit. Com.
Da haben von 1985 bis heute zum Teil enorme Preissteigerungen statt gefunden, enorme. Und da es eben ein in sich abgeschlossenes und erst noch tolles Sammelgebiet mit einer Menge von Spezialitäten ist, bin ich überzeugt, dass da das Ende noch lange nicht erreicht ist.
ubahuga  |
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