tubist

Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 203 Wohnort: Büetigen
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Verfasst am: 29.11.2005 07:11 Titel: Liechtensteinischen Post AG |
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«Liebesgeschichte zwischen Post und Regierung» besiegelt
Vertragsunterzeichnung für Übergabe der Philatelie an Post AG
Es war eine schwere Geburt, doch nun ist es vollbracht: Postwertzeichenstelle (PWZ) und Amt für Briefmarkengestaltung (ABG) wurden gestern offiziell unter das Dach der Liechtensteinischen Post AG geführt.
von Isabell Mogliani
Im Briefmarkenmuseum in Vaduz unterzeichneten gestern am späten Nachmittag Regierungschef Otmar Hasler, Donat Marxer, Verwaltungsratspräsident der Post AG und Herbert Rüdisser, Vorsitzender der Geschäftsleitung, den Übernahmevertrag. Regierungschef Otmar Hasler sprach von einem langen Prozess, der die beiden Vertragspartner schlussendlich zusammengeführt hat. Ziel sei immer gewesen, eine optimale Organisation für die Philatelie zu finden und die Briefmarke als Kulturgut zu erhalten. Er dankte allen Beteiligten und liess kurz die einzelnen Schritte der Regierung Revue passieren, die zur gestrigen Vertragsunterzeichnung geführt hatten. Hasler zeigte sich zuversichtlich, dass die Liechtensteinische Post AG verantwortungsvoll mit den Mitarbeitern von PWZ und ABG umgehen werde. Auf die Frage nach einer Arbeitsplatzgarantie für die Mitarbeiter erklärte der Regierungschef: «Die beste Garantie ist ein florierendes Unternehmen.» Herbert Rüdisser, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, führte danach weiter aus, dass die Post mit allen Mitarbeitern der beiden übernommenen Stellen Verträge unterzeichnet hat. Ab dem 1. Januar werden sie bei gleichem Lohn von der Post AG beschäftigt.
Kulturträger auf hohem Niveau
Der Verwaltungsratspräsident der Post AG, Donat Marxer, erzählte vor der Vertragsunterzeichnung von seiner Jugend. Durch seine Grossmutter sei er vor vielen Jahren zur Philatelie gelangt und sei noch heute ein treuer Abonnent der liechtensteinischen Briefmarken. Mit seiner Geschichte unterstrich er, dass die Briefmarke als Kulturträger erhalten bleiben soll. «Briefmarken erzählen eine Geschichte über unsere Heimat und auch über uns», sagte Marxer. In seinen philatelistischen Ausführungen sinnierte er, dass Briefmarken wohl «das erste Prepaidsystem in Liechtenstein» gewesen seien. Nach zahlreichen persönlichen Gesprächen sei er zuversichtlich, dass Liechtensteins Briefmarken auch in Zukunft ein Kulturträger auf hohem Niveau bleiben. Marxer liebäugelte auch mit einer möglichen Erhöhung der Abonnentenzahlen.
«Intensive Umarmungen und Küsse»
Im Postmuseum ist derzeit eine Jubiläumsausstellung zu sehen, die die Geschichte des Liebespaars Marcel und Pauline dokumentiert. Hermann Hassler, langjähriger Leiter des Amts für Briefmarkengestaltung, zog eine Parallele zwischen dem Liebespaar und den beiden Vertragspartnern. Er machte der Regierung ein Kompliment für die erfolgreichen Verhandlungen und bezeichnete das neue Vertragsverhältnis als Liebesgeschichte, die nun «in intensiven Umarmungen und Küssen gipfelt». Hassler wünschte für die Zukunft viel Erfolg und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese Liebesbeziehung noch lange andauere.
Bis zum 31. Dezember werden die Mitarbeiter von PWZ und ABG bei der Landesverwaltung bleiben. Momentan ist die Liechtensteinische Post AG auf der Suche nach einem Verantwortlichen für die Gestaltung der Briefmarken. Der jetzige Amtsleiter Hermann Hassler wird auf Ende 2005 in Pension gehen. Herbert Rüdisser versicherte, dass an der Gestaltung der Briefmarken sowohl lokale als auch internationale Graphiker beteiligt sein werden.
Quelle: http://www.vaterland.li/page/lv/artikel_detail.cfm?id=16112
Gruss
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