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Kreidepapier definitiv erkennen?
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Coira



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 169
Wohnort: Chur

BeitragVerfasst am: 07.02.2006 09:41    Titel: Kreidepapier definitiv erkennen?  

Weiss jemand, wie man zum Beispiel bei der Ausgabe Helvetia mit Schwert glattes Kreidepapier sicher bestimmt (z.B. Zust.:141y)??
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Zuletzt bearbeitet von Coira am 08.02.2006 18:40, insgesamt einmal bearbeitet
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tubist



Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 203
Wohnort: Büetigen

BeitragVerfasst am: 08.02.2006 07:39    Titel: RE: Kreidepapier definitiv erkennen?  

Hallo Coira

Zuerst einmal aus dem Heft "Kleines Handbuch Schweizer Briefmarken, Heft 2, Bestimmungshilfen" von A. Herms:

Zitat:

Im Jahr 1939 hatte die Postverwaltung endgültig eingesehen, dass die Riffelung keine Verbesserung brachte, und dieses Verfahren aufgegeben. Daher erschienen ab Jahresmitte 1940 einige dringend benötigte Wertstufen nicht mehr geriffelt, sondern auf glattem Kreidepapier. Diese Marken waren nur 2½ Jahre im Umlauf und tragen alle ein Stempeldatum zwischen VIII 1940 und 31. XII 1942. Bereits ab dem 15.11941 wurden sie durch die Nachfolgeausgabe, Historische Bilder Nr. 243/51 (377/85), abgelöst.

Diese kurze Verwendungsdauer bringt es mit sich, dass gestempelte Frankomarken auf glattem Kreidepapier selten sind. Ausserdem ist das Papier und der Gummi so hart, dass sich diese Marken nur schwierig trennen lassen, die Zähnung ist daher meistens mangelhaft. Obwohl in einigen Katalogen ein Hinweis zu finden ist, Marken in einwandfreier Zähnung gelten 50% mehr, lässt sich dies in der Praxis nicht realisieren, die Katalogpreise gelten für tadellos gezähnte Stücke, schlecht gezähnte sind wesentlich billiger. Im Jahr 1943 wurde dieses Papier letztmals zum Druck der Portofreiheitsmarken Nr. 14/16y verwendet und damit aufgebraucht. Mit oder ohne Gummi sind diese drei Portofreiheitsmarken die einzigen idealen und zugleich billigen Vergleichsmarken zum Bestimmen der teuren Frankomarken.

Glattes Kreidepapier 1940/42 (43)
20Rp. 4y (213y) 10.1940 (Flugpost)
50Rp. 113y (1 07y) 08. 1940
60Rp. 140y (140y) 11.1940
80Rp. 141y (141y) 09.1940
90Rp. 163y (194y) 07.1940
1.20 164y (195y) 08.1940
1.50 165y (196y) 09.1940

Auf ähnlichem glattem Kreidepapier erschienen bereits früher die Friedensmarken 1919 und nach einem Unterbruch von 12 Jahren die Pro Juventute 5Rp. bis 20Rp. 1931/32 und 20/30Rp. 1937. Bei den Sondermarken wurde Kreidepapier ab dem Jahr 1932 mit Erscheinen der Serie zur Abrüstungskonferenz Nr. 185/90 (250/55) verwendet. Diese glatten Kreidepapiere eignen sich aber nicht zum direkten Vergleich, sie sind gelblicher und haben eine andere Gummierung.


Meine Erfahrungen sind folgende:
1. Immer aufs Stempeldatum achten, bei glattem Kreidepapier muss diese
zwischen VIII 1940 und 31. XII 1942 sein!!!
2. Bei der normalen Marke (140 + 141) ist das Markenbild rückseitig leicht
durchscheinend, bei der Marke mit Kreidepapier nicht.
3. Bei der normalen Marke (140 + 141) ist das Markenbild (Farbe) dunkler
als bei den Marken mit Kreidepapier.
4. Die Zahnung der Marken mit Kreidepapier ist tendenziell mehrheitlich
schlechter.


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Links Normale Marke, rechts Marke mit glattem Kreidepapier.
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Coira



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 169
Wohnort: Chur

BeitragVerfasst am: 08.02.2006 08:56    Titel:  

Erstmal heissen Dank, ich versuch es mal so sehe ich etwas klarer. Smile Das Buch muss ich mir auch besorgen
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tubist



Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 203
Wohnort: Büetigen

BeitragVerfasst am: 08.02.2006 09:46    Titel:  

Hallo Coira

Zitat:
Das Buch muss ich mir auch besorgen


Das Heft (A5 mit 65 Seiten) ist leider vergriffen!!
Herr Herms hat mir vor einem Jahr gesagt, dass er plane eine neue Ausgabe in Farbe auszulegen.
Leider habe ich bis heute nichts mehr davon gehört. Ich währe auch daran sehr Interessiert!!!

Irgendwo zuhause sollte ich noch eine Adresse von Hr. Herms haben....
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
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BeitragVerfasst am: 08.02.2006 17:30    Titel:  

Hier die Adresse:

Zitat:
Philatelie Axel Herms
Postfach 116
CH-6315 Oberägeri
Fon 041 750 07 73
Fax 041 750 07 39
Mail philatelie-a-herms@swissonline.ch

Dieses kleine Heftchen habe ich eben auch. Nur suche ich es seit Monaten verzweifelt. Rolling Eyes

Hamlet
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Coira



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 169
Wohnort: Chur

BeitragVerfasst am: 08.02.2006 18:47    Titel:  

THx ..Mail unterwegs Very Happy
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Coira



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 169
Wohnort: Chur

BeitragVerfasst am: 08.02.2006 19:58    Titel:  

Sad Mail Adresse falsch...
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tubist



Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 203
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BeitragVerfasst am: 08.02.2006 20:49    Titel:  

Hallo Coria

Hier die gültige E-Mail Adresse:

philherm@bluewin.ch

Wenn es etwas neues von Ihm gibt, bin ich auch daran interessiert Exclamation Exclamation

Das letzte Heft von Ihm, dass ich besitze ist folgendes:
"Ein 90-jähriges Rätsel ist gelöst!" (3. Edition 2004) mit den Themen:
- Stehendes und liegendes Wasserzeichen 1908-1911
- Phenolphthalein = das Geheimzeichen auf Schweizer Briefmarken 1910 - 1935
- Ein bisher nicht beachteter Typ des Tellknaben 1909
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2678
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BeitragVerfasst am: 08.02.2006 21:34    Titel:  

@Coira:
Sorry für die falsche Mail-Addy. Embarassed
Die stammte von einer älteren Preisliste.

Hamlet
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Coira



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 169
Wohnort: Chur

BeitragVerfasst am: 23.02.2006 14:17    Titel: Herms antwortet  

Sehr geehrter Herr

Das erwähnte Handbuch ist leider vergriffen, ich besitze auch kein Belegexemplar mehr das man kopieren könnte.
Der Quelltext ist noch vorhanden, aber in Word 95 das ich nicht mehr ausdrucken kann. Die Konvertierung würde
zu viel Zeit beanspruchen. Ausserdem ist der Inhalt nicht mehr à jour. Irgend wann werde ich es überarbeiten und vervollständigen.

Aktell arbeite ich an meinem 'Handbuch UPU-Ausgabe 1924'. es erscheint demnächst auf CD und beinhaltet zirka 350 Seiten mit
über 1000 Abbildungen.

Mit freundlichen Grüssen
A. Herms

Hmmm das müsste doch zu konvertieren sein.
Und für das neue Buch schlage ich eine Sammelbestellung vor Wink
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2678
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BeitragVerfasst am: 23.02.2006 17:13    Titel:  

Ich hätte da gar keine Probbleme, dies zu konvertieren. Ein Word 95 ist ebenfalls vorhanden, um es einfach nur zu drucken. Ich kann das Büchleine sogar ins Netz stellen, wenn da Interesse bestünde. Du kannst Herrn Herms ja mal den Vorschlag machen.

Hamlet
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tubist



Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 203
Wohnort: Büetigen

BeitragVerfasst am: 24.02.2006 07:18    Titel: RE: Herms antwortet  

Hamlet hat Folgendes geschrieben:
Ich hätte da gar keine Probleme, dies zu konvertieren. Ein Word 95 ist ebenfalls vorhanden, um es einfach nur zu drucken.


Ich habe gerade ein Dokument mit einem Word 2002 geöffnet, das noch mit Word 6.0 geschrieben wurde, anschlissend ausgedruckt und sogar gewandelt in ein PDF-Dokument. Alles kein Problem Wink Wink

Hamlet hat Folgendes geschrieben:
Ich kann das Büchlein sogar ins Netz stellen, wenn da Interesse bestünde. Du kannst Herrn Herms ja mal den Vorschlag machen.


Finde ich eine super Idee, obschon ich das Büchlein habe (in der Zwischenzeit, nach intensiver suche, habe ich sogar noch ein zweites Exemplar gefunden!!), besteht bei Sammlern immer noch Interesse daran Exclamation Exclamation
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
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BeitragVerfasst am: 24.02.2006 20:23    Titel:  

Gucksuweiteroben:
Coira hätte doch gerne eines. Laughing

Hamlet
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Coira



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
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BeitragVerfasst am: 24.02.2006 23:52    Titel:  

@Hamlet:Ist gut ich frag ihn mal
@tubist:Hab Dir eine PN geschickt
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Pazi



Anmeldungsdatum: 04.08.2010
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 06.08.2010 22:52    Titel:  

sorry, dass ich hier einen uralten Thread wieder "aufwärme".

Bin auf der Suche nach dem Heft "Kleines Handbuch Schweizer Briefmarken, Heft 2, Bestimmungshilfen" von A. Herms. Weiss jemand, ob es mittlerweilen eine neue Ausgabe gibt? Wo ist diese oder die alte Ausgabe noch erhältlich? Oder hat jemand das Word- oder ein pdf-Document?

Vielen Dank für Eure Hilfe
Pascal
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