| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
66ard

Anmeldungsdatum: 15.10.2009 Beiträge: 174 Wohnort: Wangen
|
Verfasst am: 17.11.2009 Titel: Kleinattest vs. (Gross-)Attest |
|
|
Hallo zusammen,
In der vergangenen Zeit habe ich einige Marken zum Pruefen gegeben, resp. habe einige Marken mit Befunden/Attesten ersteigert (jaaa, Ricardo ).
Darunter sind viele Befunde/Atteste im Format A6, einige im Format A5. Ich habe mich dann gefragt, ab wann ein 'grosses' Attest ausgestellt wird. Die Differenz zwischen Attesten und Kleinattesten/Befunden ist auf der Webseite www.briefmarken-pruefer.ch definiert:
| Zitat: | | Bei Attesten haftet der Prüfer nicht nur gegenüber dem Auftraggeber, sondern auch gegenüber jedem Dritterwerber für die Dauer von zehn Jahren seit Ausstellung des Attestes. |
Aber ab wann wird ein kleines Attest ausgestellt und ab wann ein grosses? Ich habe Marken in gleicher Erhaltung/gleicher Typ, mal mit kleinem Attest/Befund und mal mit grossem Attest.
Was ist eure Erfahrung damit? Ist dies nur wertabhaengig? Ist dies von Pruefer zu Pruefer verschieden?
NB: Ich will weder eine Diskussion ueber Sinn oder Unsinn von Attesten, noch eine Hitparade der Pruefer. Dies moechte ich jedem selbst ueberlassen.
Gruss
-- 66ard _________________ It's not the network... |
|
| Nach oben |
|
 |
Sigi

Anmeldungsdatum: 27.12.2005 Beiträge: 362 Wohnort: Bern
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Hallo 66ard
Aus meiner Sicht kommt es sehr auf den "mutmasslichen" Wert der Marke und die Erhaltung der Marke an, welche Art von Attest oder Befund ich machen lasse. Dabei lass ich mich auch vom Prüfer selber beraten.
Beispiel: Ich hatte eine Mythenmarke, Wert postfrisch nach Katalog irgendwas bei CHF 2'000.--, wenn nicht postfrisch ein paar Franken. Der Prüfer hat sich die Marke kurz unter dem Mikroskop angeschaut und gesagt, dass er kleine Falzspuren sähe und entsprechend sich nur ein Befund auszahle. Ja eigentlich nicht mal das, aber es geht hier ja auch um den Nachweis, dass diese Marke leider wirklich nicht postfrisch ist und damit auch keine Betrügerein gemacht werden.
Im weiteren kommt es sicherlich darauf an, was du mit der Marke machen willst. Möchtest du sie weiterverkaufen oder dir sie für die eigene Sammlung prüfen lassen.
Wie gesagt, hier sollte dich der Prüfer unbedingt beraten, das finde ich, gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben.
Gruss Sigi _________________ http://philatelie.heim.at
Draussen liegt neben dem, was richtig, und dem was falsch ist, ein riesiges Feld.
Dort werden wir uns treffen.
(Mevlana Jalaluddin Rumi) |
|
| Nach oben |
|
 |
prosee

Anmeldungsdatum: 10.07.2009 Beiträge: 339 Wohnort: 8404 Winterthur
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Danke kophlox!
Jetzt weiss ich endlich wieder was ich schon lange einmal machen müsste. Marken einem Prüfer schicken. Das ist mir völlig untergegangen. Den letzten Brief habe ich Herrn Marchand geschickt. Da war ich aber von den Leistungen entoschen!
- Es dauerte über 2 Monate bis ich die Marken wieder bekam (dies erst nach telefonischer Anfrage) obwohl der gute Herr mir eine Bearbeitungsdauer von 3 Wochen zugesichert hatte.
- Ich hatte eine Strubelhalbierung und eine 40c sitzende grau auf Faserpapier zum Prüfen geschickt. Die 40c war eine Marchand "Fälschung" und der Strubel ist echt wobei der Grund zur halbierung nicht nachgewiesen werden kann da es sich nur um ein Briefstück handelt. Dieses Stück ist jedoch von von der Weid signiert.
Marchand signierte weder das Briefstück (Marke/Stempel laut ihm echt, Halbierung nicht nachweisbar) noch vermerkte er die sitzende dass der Stempel von Fournier sei.
Was hättet Ihr erwartet wenn Ihr diese Marken zu prüfen gesandt hättet?
Mit welchem Prüfer habt Ihr gute Erfahrungen gemacht? Qualität/Zeitaufwand?
Weiss jemand ob man einem dieser Herren auch persönlich einen Besuch abstatten kann? Habe viele Marken bei denen mir der Postweg einfach zu unsicher ist.
Danke und Gruss _________________ Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. |
|
| Nach oben |
|
 |
kophlox
Anmeldungsdatum: 19.10.2009 Beiträge: 167 Wohnort: Kanton Zug
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
| prosee hat Folgendes geschrieben: | | Danke kophlox! |
Hallo prosee
diesmal bin ich unschuldig
gruss
kophlox |
|
| Nach oben |
|
 |
Tom

Anmeldungsdatum: 01.07.2008 Beiträge: 829 Wohnort: Bürchen VS
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
@prosee
das mit den 2 Monaten ist eher "normal" .
Wenn es eben darum geht, eine "bessere Marke" zu prüfen, lohnt sich ja auch die Wartezeit
Dann hat man auch die Gewissheit, das es rechtens ist!
Meine SBK 1207 Fünfte Kirsche ist auch 2 Monate schon unterwegs.....
Bei der Prüfung ist eben die Problematik diese dass, viele Prüfer von der ehemaligen
Firma Courvosier SA stammen!
Und diese Prüfer prüfen keine neueren Briefmarken!
Ergo, müssen diese anders geprüft werden!
Bei den neueren Briefmarken mit Farbflecken ( wie meine z.B. )
müssen der Post zu gesandt werden!
Da wird abgeklärt, was das für ein Farbfleck ist!
Auch das benötigt eine Weile.....
Bei älteren Briefmarken ist es ein wenig anders.
Da hat es andere Faktoren die beachtet werden müssen!
Dauer des angebrachten Stempels ( Gültigkeit ),
Papierart, Druckverfahren, Farbe ( Orangegelb oder Gelborange ), Wasserzeichen, Zähnung usw.
Das will seine Zeit brauchen.......
Und, die Herren arbeiten noch nebenbei was anderes!
Das ist "NUR" Ihr neben-Job
Und zum Schluss:
Das was dieser "von der Weid" gemacht hat, oder in seinem Namen gemacht wurde, nützt nicht's!
Weil es eben nicht SERIÖS gemacht wurde......
In diesem Sinne, hab geduld dafür weist Du genau was Du hast
Gruss Tom _________________ Wer kriecht, kann nicht stolpern! |
|
| Nach oben |
|
 |
prosee

Anmeldungsdatum: 10.07.2009 Beiträge: 339 Wohnort: 8404 Winterthur
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Danke Tom
Hmm so einen Nebenjob würde mir auch noch gefallen
Hast du einen Lieblingsprüfer bei alten CH-Marken?
Gruss _________________ Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. |
|
| Nach oben |
|
 |
Tom

Anmeldungsdatum: 01.07.2008 Beiträge: 829 Wohnort: Bürchen VS
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Das mit der SBK 1207 ist meine erste Prüfung.
Viel Auswahl hat man nicht, bei den jeweiligen Prüfern...
Für mich ist der Herr Hertsch optimal. Unabhängig wie der Prüfbericht ausfällt
Das Telefon das ich mit Ihm hatte, war sehr lehrreich!
Das ist ebenfalls etwas das ich schätze, das Wissen teilen zu wollen!
Ich empfehle Dir einen aus zu suchen, und diesen per Telefon zu kontaktieren!
So erfährst Du relativ viel und schnell  _________________ Wer kriecht, kann nicht stolpern! |
|
| Nach oben |
|
 |
Afredolino

Anmeldungsdatum: 14.07.2005 Beiträge: 1184 Wohnort: 8610 Uster
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Hallo prosee
| prosee hat Folgendes geschrieben: |
Weiss jemand ob man einem dieser Herren auch persönlich einen Besuch abstatten kann? Habe viele Marken bei denen mir der Postweg einfach zu unsicher ist.
Danke und Gruss |
Das kannst Du vergessen....Hausbesuche sind bei allen Prüfer'n nicht möglich. Wenn sich das herumspricht, wird dem Prüfer förmlich die Haustür eingerannt.
Da bleibt, bei besseren Stücken, nur der eingeschriebene Brief.
Ich muss zugeben, auch für mich als Briefträger, ist diese Versendungsart ein Risiko. Jeder Briefträger, und auch das Schalterpersonal, die diese Briefe annehmen, kennen den Prüfer und wissen, das in solchen Sendungen meist etwas Wertvolles drinn ist. Wieviele Einschreiben da jährich verschwinden, wird meist nicht gross an die Glocke gehängt.
Will man aber unbedingt etwas prüfen lassen, bleibt einem dieser Weg nicht erspart
Gruss
Afredolino _________________ Beginn den Tag mit einem lächeln und Du hast ihn schon gewonnen |
|
| Nach oben |
|
 |
Sigi

Anmeldungsdatum: 27.12.2005 Beiträge: 362 Wohnort: Bern
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
| Zitat: | | Das kannst Du vergessen....Hausbesuche sind bei allen Prüfer'n nicht möglich. |
Hallo Alfredolino
So kann ich das nicht ganz stehen lassen. Meine Prüfungen habe ich immer bei Herr Hertsch vornehmen lassen und ich gehe - da ich ja auch aus Bern komme - immer persönlich bei ihm im Laden vorbei. Wie Tom schon erwähnt hat, kann man eigentlich immer mit ihm sprechen und er gibt tatsächlich immer sehr gute Tipps und wie gesagt, er beratet einem. Dies finde ich wie bereits erwähnt sehr wichtig.
Ein anderes Beispiel war: Ich ging mit einer Marke vorbei und wollte wissen, ob sich eine Prüfung überhaupt lohnt (Katalogpreis war ca. CHF 500.--). Er meinte, dass ihm hier keine (Ver-)Fälschungen bekannt seien und ich entsprechend nicht unbedingt eine Prüfung machen lassen müsse. Er hat mir im weiteren kurz aufgezeigt auf was ich selber explizit bei dieser Marke schauen kann und das wars, respektive ich konnte mir so die Gebühren sparen.
Also persönlicher Kontakt ist bei ihm möglich und er beratet wie gesagt ausgezeichnet und ist wie Tom ebenfalls schon erwähnt hat sehr kompetent und unabhängig.
Gruss Sigi _________________ http://philatelie.heim.at
Draussen liegt neben dem, was richtig, und dem was falsch ist, ein riesiges Feld.
Dort werden wir uns treffen.
(Mevlana Jalaluddin Rumi) |
|
| Nach oben |
|
 |
prosee

Anmeldungsdatum: 10.07.2009 Beiträge: 339 Wohnort: 8404 Winterthur
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
@alle
Danke für die vielen Infos. Ich werde dann Herrn hertsch einmal anrufen und fragen wie das aussieht.
Bin schon gespannt auf die Antwort. Vielleicht unternehme ich dann eine Reise nach Bern...
prosee _________________ Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. |
|
| Nach oben |
|
 |
Tom

Anmeldungsdatum: 01.07.2008 Beiträge: 829 Wohnort: Bürchen VS
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Eine Reise nach Bern, extra für Briefmarken blieb mir bis jetzt verwehrt
Wenn es dann mal soweit ist, werden einige noch besuch von mir kriegen.....
Äs Grüässji, Tom _________________ Wer kriecht, kann nicht stolpern! |
|
| Nach oben |
|
 |
66ard

Anmeldungsdatum: 15.10.2009 Beiträge: 174 Wohnort: Wangen
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Und schon beginnen wir die Pruefer-Hitparade
Zugegeben, wenn ich eine 'Zueri 4' oder eine 'Doppelgenf' pruefen lassen moechte, dann wuerde ich auch meinen favorisierten Pruefer kontaktieren und ein Treffen ausmachen, bevor ich dies via Einschreiben schicke. Bis jetzt habe ich (dies muss auch mal gesagt werden) bis auf eine! Sendung alle Briefpost erhalten. Da sind wir bei einem Promille.
Gut, dieses Promille war auch aergerlich , aber dennoch, so schlecht funktioniert die Post nicht.
Zu den Wartezeiten bei den Pruefungen: Meine Erfahrungen sind 2 - 4 Wochen. Damit sollte man rechnen, da es eben 'Nebenjobs' sind (muesste ich mir auch mal ueberlegen ).
Und via Email habe ich bis anhin sehr schnell eine Antwort bekommen.
Gruss
-- 66ard _________________ It's not the network... |
|
| Nach oben |
|
 |
Tom

Anmeldungsdatum: 01.07.2008 Beiträge: 829 Wohnort: Bürchen VS
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Übrigens....
es gibt da nicht nur die Post......
Klingt etwas verwerflich, zugegeben
Also auch die DPD, oder gar Express/Kurier wären Alternativen! _________________ Wer kriecht, kann nicht stolpern! |
|
| Nach oben |
|
 |
66ard

Anmeldungsdatum: 15.10.2009 Beiträge: 174 Wohnort: Wangen
|
Verfasst am: 18.11.2009 Titel: |
|
|
Wuerdest Du denen 160-jaehriges Altpapier im (Katalog-)Wert von +/- 100'000 Fr.-- anvertrauen?
Ich haette da so meine Bedenken. Abgesehen davon, dass ich keine solchen Marken habe...
Gruss
-- 66ard _________________ It's not the network... |
|
| Nach oben |
|
 |
|