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Der Treffpunkt für Briefmarken-Sammler um zu fachsimpeln, zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern |
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Hamlet Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2123 Wohnort: Basel
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Verfasst am: 08.10.2005 Titel: Hepburn für EUR 135000.-- |
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Bei einer internationalen Auktion in Düsseldorf ging ein Eckrandstück der deutschen Audrey-Hepburn-Marke aus dem Jahr 2001 für sagenhafte EUR 135000.-- unter den Hammer. Von dieser Marke sind bis anhin erst 3 Exemplare bekannt, weshalb sie auch als wertvollste deutsche Marke der Nachkriegszeit zählt.
Im Jahre 2001 wollte die deutsche Post der Diva eine Wohlfahrtsmarke widmen. Auf dem Bild wird Audrey Hepburn mit einer Zigarette im Mund gezeigt. In allerletzter Minute jedoch hat der Sohn der Schauspielerin die Freigabe des Bildes verweigert, wohl weil der Superstar 1993 an Krebs verstarb. Daraufhin wurde die gesamte Auflage vernichtet.
Die ganze Auflage? Nein, ein paar unbeugsame Exemplare konnten sich der Vernichtung entziehen!
Just my two cents
Nun handelt es sich doch hier um eine Marke, die offiziell nicht zur Ausgabe gelangt ist. Die Marke ist folglich nichts weiter als Makulatur!
Wieso wird eine Marke, die es gar nicht gibt, die folglich auch nicht in den Katalogen zu stehen hat, so hoch bewertet?
Schneiden sich hier die Philatelisten nicht ins eigene Fleisch, wenn sie solche offensichtlich unsinnigen Hypes mitmachen?
Hamlet _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
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klassiker

Anmeldungsdatum: 31.08.2005 Beiträge: 622 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 08.10.2005 Titel: Re: Hepburn für EUR 135000.-- |
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| Zitat: | | Nun handelt es sich doch hier um eine Marke, die offiziell nicht zur Ausgabe gelangt ist. |
Das ist sicher richtig.
| Zitat: | | Die Marke ist folglich nichts weiter als Makulatur! |
Einspruch, Euer Ehren!
Das ist ja keine Phantasieausgabe à la Sedang, kein selbst gebasteltes Machwerk à la Vineta-Provisorium - es ist eine Marke der Deutschen Post AG, und die bekannten Exemplare sind alle auf portogerecht frankierten Briefen anstandslos befördert worden.
Ich hatte in einem anderen Thread ( http://www.baslertaube-forum.ch/ftopic102.html ) schon einmal geschrieben, dass ich die Hepburn-Marke so ähnlich einstufe wie das berühmte "Aichach-Provisorium" Bayerns: Die MiNr. I Bayern/Portomarken wurde "vor Ingebrauchnahme zurück gezogen und vernichtet. Sechs Stücke wurden vor Bekanntgabe der Anordnung in Aichach verwendet." (Michel)
Ein aktuelleres Beispiel ist die ebenfalls berühmte "Gscheidle-Marke", Sonderausgabe Olympische Sommerspiele Moskau 1980,
MiNr. XIII Bundesrepublik: "... war eine vorbereitete, wegens des westlichen Olympia-Boykotts aber nicht verausgabte Marke. Einige Vorlagestücke für den Postminister wurden versehentlich zur Frankatur verwendet." (Michel; der Postminister war eben jener Herr Gscheidle, der damals zum Gespött der ganzen Bundesrepublik wurde, weil er die amtlichen Vorlagestücke für private Korrespondenz verwendete. Eine dieser Marken tauchte auf einer Postkarte mit einem Preisausschreiben auf, die seine Frau eingesandt hatte .)
Was ist also jeweils passiert?
Eine Marke wurde amtlich ausgegeben, aber vor dem geplanten Verwendungstag wieder zurück gezogen. Versehentlich kamen einige Exemplare in den Verkauf und wurden bedarfsgerecht verwendet.
Nichts anderes ist mit der Hepburn-Marke geschehen!
Makulatur? Das sind wohl eher all die ungezähnten Varianten und die Marken mit ausgefallener Farbe, die hoch gehandelt werden (s. dazu Fussnote auf dieser Seite:
http://www.klassische-philatelie.ch/intro_qualitaet.html )
Just my 2 c ...
Chris _________________ http://www.klassische-philatelie.ch |
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