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Briefmarkenauktionen
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Sigi



Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 471
Wohnort: Bern

BeitragVerfasst am: 18.04.2009 17:37    Titel: Briefmarkenauktionen  

Wirtschaftskrise? Nicht in der Philatelie, zumindest auch dieses Beispiel zeugt davon, dass die Wirtschaftskrise nicht die Philatelie erreicht hat bzw. dass in die Briefmarke als Realgut investiert wird.

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Lincoln-Briefmarken-fuer-zwei-Millionen-versteigert-23112619

Gruss Sigi
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Draussen liegt neben dem, was richtig, und dem was falsch ist, ein riesiges Feld.
Dort werden wir uns treffen.

(Mevlana Jalaluddin Rumi)
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2676
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 18.04.2009 21:06    Titel:  

Tja, man nennt ja die Briefmarke auch "die Aktie des kleinen Mannes".

Hamlet
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Sigi



Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 471
Wohnort: Bern

BeitragVerfasst am: 18.04.2009 22:33    Titel:  

Genau das stimmt Hamlet, nur leider platzte die Briefmarkenblase nach dem diese "Weisheit" kreiert wurde wie viele andere Immobilien-, dot-com-, tech- usw. -blasen.

Ich für meinen Teil finde, dass die Marken heute überhaupt nicht mehr die Aktie für den kleinen Mann ist, denn wenn man nur an möglichen Wertsteigerungen oder zumindest -erhalt interessiert ist, muss man die wirklich teuren Marken und Belege kaufen, ich meine da Beträge weit über ein paar Tausend Franken pro Stück. Sicherlich gibt es da auch "billigere" Ausnahmen.

Nunja, das überlass ich den anderen, ich erfreue mich viel lieber auch an erschwinglicherem Material und kaufe sie überhaupt nicht des Gewinnes wegen sondern weil ich eine Riesenfreude daran habe und man auch sehr viel lernt dabei. Ich denke das geht hier wohl allen so, oder?

Aber ich denke auch, wenn man wirklich Wert auf einwandfreie Ware legt (teurere Werte nur geprüft, keine Fehler oder gleichwohl nicht ganz billige Lückenfüller kauft usw.) und auf vielleicht besondere Frankaturen achtet usw. usf. dann kann vielleicht sogar der Erhalt des Wertes drinliegen, wenn man sich den überhaupt von seinen Lieblingen trennen will und wer will das schon..... Laughing

Gruss
Sigi
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2676
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 19.04.2009 05:12    Titel:  

Zitat:
... wer will das schon

Die Nachkommen, die sich einen Dreck drum scheren, was Opa da tolles zusammengetragen hat.

Hamlet
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Sigi



Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 471
Wohnort: Bern

BeitragVerfasst am: 19.04.2009 16:58    Titel:  

Tja und auch da hast du wohl wiedermal recht...... Crying or Very sad
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snowball



Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 140
Wohnort: Cham

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 08:22    Titel:  

Kleine Spielerei mit Zinseszinsberechnungen und meinem Zumstein 1939 Katalog.

Ex 1_ Baslertäubchen Znr 8, gestempelt

Gekauft 1939: CHF 850
Verkauft 2009: CHF 20000
Durchschn. Jahreszins: 4.73%


Ex 2_Propellerhelvetia Znr 1, gestempelt
Gekauft 1939: CHF 25
Verkauft 2009: CHF 2250
Durchschn. Jahreszins: 6.63%

Ex 3_NABA 1934 Block Znr 1, gestempelt

Gekauft 1939: CHF 27
Verkauft 2009: CHF 1200
Durchschn. Jahreszins 5.57%


Eine nicht ernst gemeinte Spielerei, trotzdem ..
Das sieht ganz erstaunlich passabel aus, wenn unsere Grossväter im 1939 investiert hätten.

Mit einem 1979 Katalog sähe es wohl vernichtend aus; im wahrsten Sinne des Wortes.

Gruss snowball
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2676
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 08:38    Titel:  

Zitat:
Mit einem 1979 Katalog sähe es wohl vernichtend aus


Aus dem Zumstein-Katalog von 1979:
Ex 1_ Baslertäubchen Znr 8, gestempelt : CHF 14000.--
Ex 2_Propellerhelvetia Znr 1, gestempelt : CHF 1900.--
Ex 3_NABA 1934 Block Znr 1, gestempelt : CHF 1400.--

@snowball:
Darf ich Dich um die Berechnung bitten? Cool

By the way, 1979 kam der Zumstein zum ersten Mal in Farbe raus.

Hamlet
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snowball



Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 140
Wohnort: Cham

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 12:18    Titel:  

immerhin noch teilweise mit Gewinn..

1979:
Ex_1 1.20%
Ex_2 0.06%
Ex_3 -0.51%


Very Happy

snowball
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2676
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 12:27    Titel:  

Danke Dir, snowball.

Interessant wäre ja mal eine Trend-Statistik darüber, was so über die Jahre bevorzugt gesammelt wurde. Also wie beliebt waren Blocks, FDCs, postfrisch oder echt gelaufen etc. Wie hat sich da der Zeitgeist entwickelt?

Hamlet
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StampFan



Anmeldungsdatum: 16.09.2007
Beiträge: 261
Wohnort: Zürich

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 16:08    Titel:  

Man sollte die Inflation nicht vergessen und dann sieht es nicht so toll aus aber wie schon erwähnt Spass und Freude hat keinen Preis eine Investition sind Marken aus meiner Sicht nicht.

Gruss

StampFan
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Uwe



Anmeldungsdatum: 05.12.2008
Beiträge: 157
Wohnort: Thurgau

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 20:23    Titel:  

Hallo

Dafür können Neu- oder Wieder-Einsteiger (so wie ich, bzw. mein Sohn) relativ günstig an Auktionen oder übers Internet (Ricardo,Ebay) zu guten Stücken oder Teilsammlungen kommen.

Ich habe letzte Woche via Internet ein Album am Nachmittag ersteigert, für einen wirklich kleinen (!) 3-stelligen Betrag, das folgendes enthielt:
- CH-Marken ab ca 1860 - 2005 komplett, ohne einige wenige Blocks, Abarten und ganz teure Stücke (Pax war nur bis 3Fr.)
- PJ komplett bis 2006, ohne Vorläufer und Winterhilfe-Block
- PP komplett bis 2005, ausser einer Blockausgabe
- Flugpost komplett ohne Vorläufer
- div. Porto-, Zuschlags-, Kehrdrucke usw.

jede Marke war 1x enthalten, aber alle einwandfrei und schön gestempelt!

Immerhin besitzen wir jetzt schon über 90% aller CH-Marken, einmal abgesehen von Abarten und sehr speziellen Stücken Wink

Grüsse, Uwe
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2676
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 20:48    Titel:  

Da gratuliere ich Dir, Uwe.
Auch ich war diesen Winter eher Sammler von Sammlungen, als Briefmarkensammler. Laughing
Tja, meine letztes Jahr neu begonnene Deutschland-Sammlung brauchte einen Grundstock. Wink

Es ist nun mal so, wenn man sich ein neues Gebiet absteckt, muss erstmal die "Generalware", wie ich das nenne, her.
Die kriegt man tatsächlich bei Ebay oder Ricardo zu sehr günstigen Preisen. Häufig sind das wirklich liebevoll zusammengestellte und über Jahre gesammelte Objekte. Die Ware ist bereits sortiert und es fällt nicht schwer, sich aus mehreren gekauften Sammlungen eine eigene respektable Sammlung zusammen zu mischen. Man kriegt so für wenig Geld die Substanz, um sich viele Stunden Spass zu sichern.
Was übrig bleibt, bietet man wieder in den Online-Aktionen an und finanziert sich den nächsten grösseren Posten. Ok, vielleicht spreche ich da in anderen Dimensionen als Du, Uwe. Ich bin nun mal ein Freak. Cool

Trotzdem sei auch hier der Warnfinger erhoben!
Wer wirklich Wert auf gute Ware legt, sollte auf Athenzität der angebotenen Sammlungen achten. Oftmals stammt die Ware aus dem Ostblock, wo von Heimarbeiterinnen für Sklavenlöhne Sammlungen zusammen gesteckt werden. Bei Ricardo ist das vielleicht nicht so verbreitet, aber bei Ebay trifft man sie immer wieder an. Diese Sammlungen enthalten dann oftmals eben auch falsche Stücke.
Ich meine, jeder soll sich mal selbst darüber Gedanken machen, ob wirklich täglich so viele briefmarkensammelnde Opas sterben, wie eben Sammlungen vom toten Opa angeboten werden (Siehe meine schwarzhumorige Bemerkung weiter oben).
Mit der Zeit entwickelt man ein Auge dafür, ein einfaches Bespiel:
Stammen die Stempel, die man in der Sammlung auf den Marken findet, über längere Zeiträume vom selben Postamt, deutet dies darauf hin, es war immer die selbe Person, die die Sachen stempeln liess. Das kann ein Zeichen für Authenzität sein, wenn jemand mit jeder neuen Marke zu "seinem" Postamt ging, um den Stempel zu holen. Sind Briefe in der Sammlung, die an immer die selbe Adresse gesendet wurden, kann auch das ein Zeichen für Athenzität, für eine echt gewachsene Sammlung sein. Diese Zeichen sind natürlich kein Gewähr für eine athentische Sammlung, aber man sollte sie beachten.

So habe ich, nur zum Bleistift, letzten Herbst eine, zugegeben nicht ganz billige, Sammlung erworben, die, angefangen beim deutschen Reich, hauptsächlich die Inflationszeit und das dritte Reich enthält. Es handelt sich um eine Sammlung, die über mehr als drei Dekaden beinahe komplett und gegen Ende überkomplett ist.
Tatsächlich kann man anhand dieser Sammlung über weite Strecken den Lebenslauf des Mannes nachzeichnen, der all diese herrlichen Stücke zusammen getragen hat, wann er geheiratet hat, wann seine Kinder geboren wurden, wann er bei der NSDAP eintrat und Oberleutnant wurde und damit dann auch mehr Kohle für sein Zackenhobby hatte.
Sowas kriegen Billiglohn-Arbeiterinnen in Polen nicht zusammen gesteckt.

Hamlet
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Zuletzt bearbeitet von Hamlet am 20.04.2009 21:18, insgesamt 5-mal bearbeitet
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Bruno



Anmeldungsdatum: 30.12.2008
Beiträge: 210
Wohnort: Kreuzlingen TG

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 21:11    Titel:  

Uwe hat Folgendes geschrieben:
Hallo
......
Ich habe letzte Woche via Internet ein Album am Nachmittag ersteigert, für einen wirklich kleinen (!) 3-stelligen Betrag, das folgendes enthielt:
........
Immerhin besitzen wir jetzt schon über 90% aller CH-Marken, einmal abgesehen von Abarten und sehr speziellen Stücken Wink


Mit dem Risiko, dass ich jetzt gewaltig ins Fettnäpfchen trete. Aber ich muss es trotzdem los werde. Wo ist da der Reiz vom Sammeln? Sich mal so einfach ein fast komplettes Album kaufen? Ist zwar toll um zu sagen, ich habe schon eine fast komplette Sammlung, aber für mich persönlich hat das weniger mit Sammeln zu tun. Klar, wenn der Betrag stimmt ist die Versuchung gross.
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Hamlet
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Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 2676
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 20.04.2009 21:25    Titel:  

@Bruno
Lies, was ich oben geschrieben habe.
Man kann sich so den Grundstock einer Sammlung aufbauen.
Man muss das latürnich nicht so machen, aber man kann. Laughing
Die gesamte Historie besteht ja nicht nur aus Raritäten, mehr als 99% sind Massenware, die aber auch in der Sammlung drin sein müssen, damit sie komplett ist.
Du kannst Dir 100 Sammlungen kaufen und hast immer noch Lücken. Aber wozu soll ich die Massenware mühselig einzeln sammeln, wenn ich sehr leicht erstmal eine Generalsammlung hinkriege.
Danach fängt für mich das spannende an, nämlich die gesuchten Stücke auch noch zu finden, um meine Lücken zu füllen.
Habe ich dann eine einigermassen komplette Generalsammlung, werden Spezialgebiete abgesteckt und dann wird es erst richtig spannend, weil plötzlich noch viel mehr Lücken auftauchen. Es wird noch schwieriger, komplett zu werden, das Wissen und die Kenntnis nimmt zu.
Ich mache das so und finde es gut.

Hamlet
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Bruno



Anmeldungsdatum: 30.12.2008
Beiträge: 210
Wohnort: Kreuzlingen TG

BeitragVerfasst am: 21.04.2009 04:49    Titel:  

Klar, meine Aussage waren etwas provokativ und auch ich habe auch schon einzelne Lot's im Internet gekauft. Das soll ja jeder auch für sich entscheiden.

Ich finde es aber immer irgendwie schade, wenn bei den Hobby's die "3-2-1-meins" Mentalität zuschlägt. Ich könnte auch meinem Sohn sämtliche Schulbücher der 1. - 6. Klasse kaufen, trotzdem fehlt ihm das Wissen.

Zwar ist es mühsam, sich eine Grundsammlung aufzubauen. Wer dies dann aber doch macht, hat dabei wenigstens einiges über Philatelie gelernt.
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