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Anmeldungsdatum: 05.05.2004 Beiträge: 2678 Wohnort: Basel
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Verfasst am: 16.10.2004 08:50 Titel: Briefmarken als Mittel der Macht |
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Bonn - Unter dem Titel „Propaganda im kleinen Format“ zeigt das Bonner Archiv für Philatelie erstmals rund 70 Originalentwürfe von Briefmarken aus der Zeit des Nationalsozialismus. Unter den Stichworten „Symbole“, „Der Stolz des Regimes“, „Meilensteine“, „Das Menschenbild im Nationalsozialismus“, „Führerkult“ und „Krieg“ sind realisierte und verworfene Briefmarkenentwürfe aus der Zeit zwischen 1933 bis 1945 zu sehen. Gezeigt werden Bilder von Hitler, von Gebäuden wie dem Reichsluftfahrtministerium, aber auch von der ersten Autobahn oder dem VW-Käfer.
Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Überblick sämtlicher unter den Nationalsozialisten herausgegebener Briefmarken. „Oft sind es die abgelehnten Entwürfe, die die Intention des Regimes verraten“, sagte der Leiter des Archivs, Andreas Hahn, bei der Ausstellungseröffnung im Foyer des Bundesumweltministeriums. Bezug nehmend auf den Kinofilm „Der Untergang“ sagte Umweltminister Jürgen Trittin: „Hier werden nicht die Täter vergrößert wie bei Eichinger, hier geht es um den Alltag.“ Der Brief sei damals das gängige Kommunikationsmittel gewesen, erinnerte Trittin. „So waren auch Menschen, die dem Regime kritisch gegenüberstanden, gezwungen, diese Symbole zu verwenden.“ Die Ausstellung mache deutlich, wie sich nationalsozialistische Vorstellungen im Alltag festsetzen konnten. (sar)
Die Ausstellung „Propaganda im kleinen Format“ ist bis Montag, 8. November, im Foyer des Bundesumweltministeriums, Robert-Schuman-Platz 3, zu sehen.
(KStA)
Quelle: http://www.ksta.de/servlet/CachedContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1097486250271&openMenu=987490165154&calledPageId=996571913342&listid=994406280177 _________________ Intercom2000 - Planung und Realisierung von Websites |
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