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Briefe: Wie berechne ich den ungefähren Kat-Wert?

 
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Uwe



Anmeldungsdatum: 05.12.2008
Beiträge: 109
Wohnort: Thurgau

BeitragVerfasst am: 02.03.2010    Titel: Briefe: Wie berechne ich den ungefähren Kat-Wert?

Hallo

Ich habe folgendes Anliegen:

Da ich div. überzählige Briefe und Belege habe, verkaufe ich einen Teil davon. Ich habe mehrere Interessenten gefunden, einer fragt aber nach dem ungefähren Katalog-Wert.

Ok, was ET-Briefe sind, hilft einem ja der SBK. Aber es gibt ja einige Spezialfälle. Was zB. wenn ich von einer Marke einen ET-Brief mit 4er-Block drauf habe? Wie wird der bewertet? Den Wert beim 4er-Block nachschauen und noch 1 Fr. draufschlagen?

Wie sieht es wertmässig aus, wenn man statt einen FDC mit der ganze Serie, jede Marke einzeln auf Brief mit ET hat?

Wie berechne ich Bedarfsbriefe? Bei älteren Ausgaben (ca. vor 1960) ist ja im SBK der Wert der Marke auf Brief angegeben. Wie siehst mit neueren Bedarfsbriefen aus? ZB. auch mit Express- und Eingeschrieben Briefen mit teils recht zahlreichen Marken drauf?

Herzlichen Dank für Eure Hilfe

Gruss, Uwe
_________________
Man ist immer entweder ein Teil des Problems oder Teil der Lösung.
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stempeler



Anmeldungsdatum: 14.08.2007
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 02.03.2010    Titel:

Hallo Uwe

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: "Katalogwerte" sind fiktive Werte; "reelle" Werte sind diejenigen, die jemand für eine Marke oder für einen Beleg zu Zahlen bereit ist.

Für Briefmarken bezahlt heute kein vernünftiger Sammler den "vollen" Katalogwert; nach 1960 ist doch das Meise zu 40% zu kriegen. Und was FDCs betrifft: schau Dich Mal in Ricardo um; dort finden Ersttagsumschläge ab 1964 auch mit ganzen Seien nicht einmal für 50 Rappen einen Abnehmer! Von Viererblocks gar nicht erst zu sprechen!

Es ist ernüchternd, aber eine Tatsache: Briefmarken sollte man aus Freude erwerben und sogleich abschreiben; wenn man später dafür noch einen Batzen kriegt - umso schöner! Als "Kapitalanlage" eignen sich bestenfalls Einzelstücke ab einem vierstelligen Betrag.

Fazit: so etwas wie eine Berechnungsformel für einen "Wert" gibt es (leider) nicht. Meine Erfahrung: Du musst für jede Doublette, die Du loswerden willst, den "richtigen" Sammler finden, also einen, der genau solche Stücke sammelt; der wird Dir noch am ehesten ein etwas höheres Angebot machen.

Am interessantesten, aber halt aufwändiger, wäre in Deinem Fall ein Tausch: eine win-win-Situation, wenn beide Beteiligte Freude an den getauschten Stücken haben. So stellt sich auch die Wertfrage weniger.

Im Wissen, Dir nicht wirklich geholfen zu haben ...

Stempeler
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bumbi



Anmeldungsdatum: 01.07.2009
Beiträge: 1096
Wohnort: 3013 Bern

BeitragVerfasst am: 03.03.2010    Titel:

Uwe und Stempeler,

Völlig richtig:
Mein bevorzugter Briefmarkenhändler verkauft mir JEDE Briefmarke (Top-Qualität !!!) zu 50% der SBK-Katalog-"Preises".
Auf EBay und Ricardo bezahle ich selten mehr als 15% des Katalog-Preises, allerdings ist die Qualität selten vorher WIRKLICH sichtbar.

Preis bedeutet, wie Stempeler schon richtig (wenigstens nach meiner völlig bescheidenen Meinung nach) sagt, nur das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.

Findest Du einen Käufer, der Deine Ware kaufen will, so erzielst Du evtl. einen für Dich freundlichen Preis. Findest Du keinen, so bleibst Du darauf sitzen.

Ist wie an der Börse: Steigende Kurse und fallende Kurse.....

Wie Stempeler schon schrieb: Ich denke, dass ich Dir nicht wirklich geholfen habe, Aber wenigstens hast Du eine zusätzliche Meinung...
Bumbi

Nachtrag:
Bedarfsbriefe müssen wirklich eine aussergewöhnliche Qualität aufweisen, um den gewünschten Preis (etwa wie er im Katalog vorgegaukelt wird) zu erzielen.
Massen-FDC wie von der Post verausgabt - hier musste ich auch mehr oder weniger (aber eher mehr) erfahren, ...
Die sind meist nix, aber auch wirklich nix wert. Ich habe inzwischen einige tausend (offizielle) FDC, und ich wünschte manchmal, dass ich diese nicht gekauft hätte.
Na gut, ich habe die wirklich günstig eingekauft: So in Stil von 500 Stück für 30 Franken...
Ich möchte niemandem irgendwelche Illusionen nehmen, aber nach meiner bescheidenen Erfahrung ist ein selbergebastelter FDC meist 10mal mehr wert, als ein Massenprodukt von der Post verausgabt. Ihr könnt mich steinigen, aber was sind schon Briefe wert, die 100'000 oder mehr Abonnenten regelmässig von *die Post* erhalten.
Demgegenüber sind einige hundert oder max. tausend individuell gestaltete Briefe, die von Belege-Fieber-Fetischisten (wie Tom oder so) zusammengebastelt wurden, für Bumbi eher sammel-wert oder -würdig.
Erstens sieht davon jeder Brief leicht anders aus, und eben, davon gibt's nicht 100'000ende.
Nix gegen die Post, Die machen schon einen guten Job und schönen Unsatz, aber sie versorgt 100'000e Sammler mit gleichbleibender Qualität, aber muss ein Sammler immer "ab Stange* kaufen???

Vielleicht bin ich extrem und nicht relevant, aber so bin ich nun mal,
Bumbi
_________________
Life might be expensive,
...but you are dead for a long time !
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Uwe



Anmeldungsdatum: 05.12.2008
Beiträge: 109
Wohnort: Thurgau

BeitragVerfasst am: 03.03.2010    Titel:

Hallo

@Stempeler und bumbi
Danke erst einmal für Eure Mühe Wink

Mir ist ja bewusst, dass viele der Briefe wenig bis sehr wenig wert sind, und dass sich der Wert nach der individuellen Nachfrage richtet, und man den Katalogwert glatt vergessen kann...ist mir alles klar.

Ich hätte diese Fragen hier nicht gestellt, wenn man mir nicht eben diese Fragen auch gestellt hätte, und ich auch keine zufriedenstellende Antwort weiss.
Ich denke, es ist schon ein Unterschied, ob ich 200 Briefe mit einem Katalogwert von 300.- oder von 1000.- weiter verkaufen möchte/könnte. Denn im 1.Fall bekomme ich vielleicht 20 bis 50 Fr., im 2.Fall vielleicht 80 bis 120 Fr. Wink

Bei ricardo zB. werden ja oft Sammlungen (Lots) veräussert, die mit dem Kat.-Wert angepriesen werden. Da meist unmöglich alles in Bildern gezeigt werden kann, hilft dem Käufer der Kat-Wert schon etwas für die Grössenordnung. Wieviel man dann bereit ist zu zahlen, ist eine andere Sache bzw. das regelt die Nachfrage.

Wenn ich einem möglichen Interessenten nichts zur ungefähren Wertgrösse gem. Katalog sagen kann, habe ich schon einmal schlechtere Karten, überhaupt einen Käufer zu finden. Ok, dann muss ich eben möglichst viele aussagekräftige Bilder beilegen.

Grüsse, Uwe
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