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Briefe ohne Marken

 
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salodurum



Anmeldungsdatum: 02.01.2015
Beiträge: 310
Wohnort: SOLOTHURN

BeitragVerfasst am: 07.12.2017 19:32    Titel: Briefe ohne Marken  

Hallo zusammen
Bis zur Einführung von Briefmarken wurden ja Briefe direkt beim Postbeamten bezahlt.
- Variante 1: Empfänger zahlt Porto
- Variante 2: Absender bezahlt Porto
- Variante 3: Der Brief war Portofrei (weder Absender noch Empfänger mussten Porto zahlen)

Dazu folgende Fragen:
1) Stimmt es, dass in der Vorphila-Zeit "Variante 1" üblich war und der Postbeamte, welcher den Brief vom Absender entgegen nahm einen Taxvermerk auf den Brief schrieb, der dann vom zustellenden Postbeamten beim Empfänger eingezogen hat?
Also etwa so (Rötelvermerk rechts):

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2) In weniger häufigen Fällen bezahlte der Absender das Porto. Wie wurde dem zustellenden Postbeamten mitgeteilt, dass das Porto bereits bezahlt war?
Wurde da ein Vermerk "Franco" auf dem Brief notiert wie in diesem Beispiel (unten links)?

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3) Durften Amtsstellen ihre Post immer gratis versenden, wenn diese einen Dienstzweck erfüllten? Und durften auch Private/Unternehmer ihre Post gratis versenden, wenn diese an Amtsstellen adressiert war? Wie wusste der postbeamte, dass der Brief Gebührenfrei zuzustellen ist? Reichte dabei einen Vermerk der Dienststelle wie in diesem Beispiel:

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Danke den Spezialisten für eure Rückmeldungen!
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drkohler



Anmeldungsdatum: 21.09.2007
Beiträge: 286
Wohnort: Basel

BeitragVerfasst am: 07.12.2017 20:37    Titel:  

In den Urgründen der Post war es tatsächlich so, dass der Empfänger die Kosten zu berappen hatte.
Das führte natürlich über kurz oder lang zu zwei Effekten:
a) "Stalking" im 19. Jhdt. Du schickst deinem Feind möglichst viele Briefe die er berappen muss, resp. jeden Brief konsequent ablehnen muss. Auch die "echten" Briefe.
b) Die Schlaumeiervariante. Zwei Korrespondenten können sich "gratis" Briefe zuschicken. Der Empfänger lehnt immer ab, aber die Adressen sind in einem "Mustercode" geschrieben (den Sender und Empfänger vorher festlegten), d.h. der Empfänger schaut kurz auf das Couvert, sieht was der Sender will, und sagt "Nein Danke" obwohl er danach weiss um was es geht.

Methode b) soll (gerüchteweise) ein Grund gewesen sein, warum die amerikanische Post relativ schnell auf Vorauszahlung beharrt hatte. Auch die Massen von Briefen, die in der Prärie verhungerten, spielten wohl eine grosse Rolle.

Bei der amerikanischen Post ins Ausland gab es danach auch eine "Mischmethode". Ein PAID oder PAID ALL Stempel zeigte an, das der Brief voll bezahlt war. Das ging allerdings nur für Postrouten, für die eine Uebereinkunft mit dem Durchgangsland/Endland bestand. Falls nicht, waren nur die Teilstrecken bezahlt und die fehlenden Streckenelemente mussten vom Empfänger bezahlt werden.
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